Die USA wollten italienische Pasta-Hersteller ab Januar 2026 mit hohen Strafzöllen belegen. Insgesamt 13 Unternehmen sollten zusätzlich zu den üblichen 15 Prozent Einfuhrzoll weitere 92 Prozent zahlen, wie „Reuters“ berichtet. Der Grund: Zwei große Marken, La Molisana und Garofalo, wurden beschuldigt, ihre Produkte in den USA zu unfair niedrigen Preisen zu verkaufen.
Doch nach einer Überprüfung der Vorwürfe hat das US-Handelsministerium die geplanten Zölle deutlich gesenkt. La Molisana muss künftig nur noch 2,26 Prozent zahlen, Garofalo 13,98 Prozent. Die restlichen elf Hersteller, die nicht einzeln geprüft wurden, kommen mit einem Zoll von 9,09 Prozent davon. Bis März bleibt alles beim bisherigen Zollsatz, dann soll die endgültige Entscheidung fallen.
Erleichterung bei italienischen Herstellern
Die Nachricht über die gesenkten Zölle wurde in Italien positiv aufgenommen. Das Außenministerium erklärte, die neuen Zahlen zeigten, dass die USA die kooperative Haltung der italienischen Unternehmen anerkennen würden.
Auch Margherita Mastromauro, Präsidentin des italienischen Pasta-Verbands, lobte die Entscheidung: „Das zeigt, dass die USA Italien und unsere Wirtschaft ernst nehmen.“ Die Regierung sicherte den betroffenen Firmen weitere Unterstützung zu.
Pasta ist ein Exportschlager
Pasta ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Italien: 2024 exportierte das Land Teigwaren im Wert von über vier Milliarden Euro, wie „CNBC“ berichtet. Fast 800 Millionen Euro davon gingen in die USA – ein zentraler Markt für die italienischen Hersteller.
Die Senkung der Zölle könnte nun helfen, die wirtschaftlichen Beziehungen zu entspannen und den Exporteuren eine Verschnaufpause verschaffen.