Nach Feuer-Drama in Crans-Montana: Ein Schwerverletzer wird in Süddeutschland behandelt

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Bei einem verheerenden Feuer in einer Bar in Crans-Montana (Schweiz) starben nach aktuellem Stand rund 40 Menschen, mehr als 100 wurden zum Teil schwer verletzt. © Jean-Christophe Bott/dpa/KEYSTONE

Das verheerende Feuer in einer Bar in Crans-Montana (Schweiz) in der Silvesternacht forderte neben vielen Toten auch mehr als 100 zum Teil schwer Verletzte. Einer wird im Süden Deutschlands behandelt.

Stuttgart – Ein Patient, der bei dem Brand im Schweizer Skiort Crans-Montana in der Silvesternacht (1. Januar) schwer verletzt wurde, wird in einer spezialisierten Klinik in Süddeutschland, genauer gesagt in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart, behandelt. „Seitens des Marienhospitals Stuttgart kann ich bestätigen, dass ein Patient aufgenommen wurde und in unserem Haus intensivmedizinisch versorgt wird“, erklärte eine Sprecherin des Krankenhauses. Aus Gründen des Datenschutzes wurden keine weiteren Informationen bereitgestellt.

Marienhospital Stuttgart ist seit 1983 auf Behandlung von Schwerbrandverletzten spezialisiert

Philipp Simmen, der Leiter des Helikopter-Einsatzes bei der Rega-Zentrale in Zürich, hatte bereits in der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten mitgeteilt, dass ein Brandopfer im Marienhospital behandelt werden soll. „Wir haben einen Patienten, den wir voraussichtlich nach Stuttgart fliegen, damit der Patient dort eine möglichst gute Behandlung für seine Verletzungen erhält“, äußerte Simmen. Das Marienhospital ist seit 1983 ein anerkanntes Zentrum für die Behandlung von Schwerbrandverletzten in Baden-Württemberg. Laut der Webseite des Krankenhauses werden schwerbrandverletzte Patienten zunächst auf der operativen Intensivstation in speziell klimatisierten Räumen versorgt.

In der Silvesternacht ereignete sich ein verheerender Brand in einer Bar, in der sich Hunderte, vorwiegend junge Menschen, aufhielten. Dabei kamen etwa 40 Personen ums Leben, und 115 weitere erlitten Verletzungen. Berichten zufolge befinden sich rund 80 der Verletzten in einem kritischen Zustand. Die meisten der Schwerverletzten sind zwischen 16 und 26 Jahre alt. (dpa/jul)