In Timmendorfer Strand wurden Gäste durch eine Verwechslung verletzt. Offenbar wurde in einem Lokal eine ätzende Flüssigkeit ausgeschenkt.
Timmendorfer Strand – In einem Restaurant in Timmendorfer Strand an der Ostsee gab es am Neujahrsabend (1. Januar) einen medizinischen Großeinsatz. Mindestens zehn Menschen sind verletzt worden, weil sie offenbar eine stark ätzende Flüssigkeit getrunken hatten. Das teilte die Polizei in Lübeck am Freitagmorgen (2. Januar) mit.
Die Einsatzkräfte wurden demnach gegen 20.20 Uhr in den Ortsteil Niendorf gerufen. Mehrere Gäste hatten über Verletzungen im Mundbereich geklagt. Erste Ermittlungen ergaben, dass beim Ausschank möglicherweise Reinigungsmittel und ein alkoholisches Getränk verwechselt worden waren.
Gefährliche Verwechslung in Ostsee-Lokal: Zehn Menschen nach Vergiftung im Krankenhaus
Drei Frauen und sieben Männer im Alter zwischen 31 und 84 Jahren erlitten Verletzungen. Neun von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Mindestens eine Person wurde schwer verletzt. Wie der NDR berichtete, soll eine Frau im künstlichen Koma liegen. Die Polizei äußerte sich nicht genauer dazu. „Es gibt eine schwer verletzte Frau“, sagte Polizeisprecherin Anna Julia Meyer den Lübecker Nachrichten. Der Zeitung zufolge soll es sich um ein Fischrestaurant handeln.
Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei stellte Beweismittel sicher und ermittelt nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. „Die Polizei prüft derzeit Hinweise, ob es beim Ausschank zu einer Verwechslung von Reinigungsmittel und einem alkoholischen Getränk gekommen sein könnte“, so die Sprecherin. Laut Meyer seien die Gäste davon ausgegangen, dass sich Schnaps in den Gläsern befindet. Vor wenigen Wochen starb eine Familie im Türkei-Urlaub infolge einer Vergiftung. (Quellen: dpa, AFP, NDR, Lübecker Nachrichten) (kas)