Der EC Peiting verliert nach fatalem Blackout im ersten Drittel

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Allzu viel wollte nicht gelingen: Die Peitinger (in Rot, hier Lukas Gohlke) fanden diverse Male in Lindaus Torwart Keanu Salmik (l.) ihren Meister. © Holger Wieland

Fünf Minuten im ersten Drittel kosteten den EC Peiting das Spiel gegen den EV Lindau. Jetzt warten auf den Oberligisten bis Dienstag drei Spiele.

Peiting – Vor zwei Monaten hat der EC Peiting beim EV Lindau noch einen 1:4-Rückstand in einen Sieg umgewandelt. Im letzten Spiel des Jahres 2025 auf eigenem Eis gegen den EVL lagen die Pfaffenwinkler im ersten Durchgang ebenfalls mit 1:4 hinten. Auf eine Wende warteten die Fans diesmal jedoch vergeblich. Gegen den starken Tabellensiebten mussten sich die Mannen von Coach Lanny Gare mit 3:6 geschlagen geben.

„Wir haben das Spiel in fünf Minuten im ersten Drittel verloren“, ärgerte sich Gare über den fatalen Blackout seiner Truppe, den die Islanders mit vier Gegentreffer bestraften. „Da haben wir komplett die Disziplin und den Gameplan verloren“, so Gare. „Unser zweites Drittel war überragend, aber im letzten ging uns die Kraft aus.“

Guter Start mit Führungstor

Die Peitinger erwischten einen guten Start. Schon nach fünf Minuten lag die Scheibe im Lindauer Tor. Die Schiedsrichter erkannten den Abstaubertreffer von Phillipp Markgraf aber nicht an, weil Gästegoalie Keanu Salmik davor regelwidrig behindert worden war. Keine Einwände hatten die Unparteiischen unmittelbar danach, als erst Daniel Holzmann im Mittelkreis einen sauberen Check setzte und Carson Briere (6.) sein Zuspiel in sehenswerter Manier zum 1:0 verwertete. Der EVL zeigte sich aber unbeeindruckt. Zwei gute Ausgleichsmöglichkeiten der Gäste wehrte ECP-Schlussmann Andreas Magg noch ab. Beim 1:1 von Steffen Tölzer (9.), der vor 20 Jahren in Peiting spielte, war er jedoch machtlos. Der Treffer des 40-jährigen Routiniers brachte die Hausherren komplett außer Tritt.

Eine gute Minute später ließ Noah Kane (10.) per One-Timer das 1:2 folgen. Im Anschluss leistete sich der ECP zwei weitere Aussetzer, die erneut Kane (14.) und Marvin Feigl mit einem Doppelschlag innerhalb von 22 Sekunden bestraften. Gare reagierte auf das 1:4 mit einer Auszeit, was sein Team auch wieder in die Spur brachte. Nach einem schwachen Überzahlspiel brachte Justin Maylan (19.) die Gastgeber noch vor dem ersten Wechsel auf 2:4 heran.

Im zweiten Durchgang übernahmen die Peitinger das Kommando. Briere (24.), der etwas zu lange zögerte, Carson MacKinnon bei einem Solo in Unterzahl (26.) und einem Pfostentreffer (29.) im Powerplay sowie Sebastian Lassmann (32.) verpassten den möglichen Anschlusstreffer. Das 3:4 besorgte schließlich Holzmann (34.) mit einer Direktabnahme aus spitzem Winkel. Kurz vor dem Drittelende hatte Simon Mayr (38.) den Ausgleich auf dem Schläger. Er schoss aber neben den Gästekasten.

Auch zu Beginn des Schlussdurchgangs blieben die Peitinger am Drücker, ohne aber zu zwingenden Aktionen zu kommen. In der Folge wurden jedoch die Lindauer stärker. Magg hielt den ECP mit einigen guten Paraden aber im Spiel. Die Hausherren tauchten nur noch einmal gefährlich vor dem Gästetor auf. Mayr und Thomas Heger im Nachschuss verpassten den Ausgleich. In der Schlussphase rückte das Schiedsrichtergespann, das über weite Strecken keine klare Linie zeigte, mit fragwürdigen Strafen auf beiden Seiten in den Fokus. Die Lindauer erwiesen sich in dem Durcheinander als cleverer und abgeklärter. Damian Schneider (57.) sorgte mit dem 5:3 für die Vorentscheidung, und wenig später machte Valentin Busch (59.) per Empty-net-Treffer endgültig den Deckel auf den durchaus verdienten Sieg.

Am heutigen Freitag (19.30 Uhr) erwarten die Peitinger die auf Platz drei notierten Tölzer Löwen, gegen die sie in dieser Saison bereits zweimal als Verlierer vom Eis gingen. Am Sonntag (18 Uhr) gastiert der ECP, der weiterhin Neunter ist, beim Tabellennachbarn Höchstadt. Am Dreikönigstag (Dienstag, 6. Januar, 18 Uhr) findet die anstrengende Serie von acht Spielen in 16 Tagen mit dem Heimauftritt gegen die onesto Tigers Bayreuth ihr Ende.