Wende in Italien deutet sich an: Frau galt als vermisst, jetzt steht furchtbarer Verdacht im Raum

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Drama in Italien: Vermisste Mutter tot aufgefunden – Ehemann wegen Mordes verhaftet. Blutspuren führten Ermittler zur grausigen Entdeckung.

Civitavecchia – Eine Hand, die aus der Erde ragt – dieser grausige Fund beendet die zehntägige Suche nach Federica Torzullo. Die 41-jährige Postangestellte aus Anguillara Sabazia bei Rom war seit dem 8. Januar spurlos verschwunden. Jetzt steht fest: Sie ist tot.

the body of Federica Torzullo has been found: she was buried in a plot of land near her husband's business, arrested for murder
Mehrere Tage hatten die Behörden nach der vermissten Frau gesucht, jetzt wurde sie leider nur noch tot gefunden. © IMAGO/Roma / ipa-agency.net

Die Carabinieri entdeckten den Leichnam am Sonntag auf dem Gelände der Baufirma von Ehemann Claudio Carlomagno (45). Unter zwei Metern Erde lag die Mutter eines zehnjährigen Sohnes begraben, berichtet die italienische Zeitung il Post. Der Witwer wurde noch am selben Tag verhaftet und ins Gefängnis von Civitavecchia gebracht. Auch im vergangenen Jahr wurde eine Frau unter mysteriösen Umständen tot in Italien gefunden.

Dramatische Wende bei vermisster Mutter in Italien: Leiche in Ehemann-Firma entdeckt

„Federica verließ das Haus nicht mehr nach 19.30 Uhr am 8. Januar“, zitiert Corriere delle Sera Staatsanwalt Alberto Liguori von der Staatsanwaltschaft Civitavecchia. Die Überwachungskameras beweisen: Die Ingenieurin kehrte nach diesem Zeitpunkt nie mehr nach draußen zurück. Die Ermittler des Carabinieri-Sonderkommandos und des RIS Rom fanden bei ihren Untersuchungen „Blutspuren überall“: in der gemeinsamen Wohnung, auf Carlomagno‘s Arbeitskleidung, in seinem Auto, auf einem Spaten und sogar auf Baumaschinen in der Familienfiema, berichtet Rai News.

Besonders verdächtig: Carlomagno verließ am 9. Januar um 7.30 Uhr das Haus, erreichte aber erst drei Stunden später seine Firma. Ein Zeuge will ihn dabei beobachtet haben, wie er seinen Lastwagen gründlich reinigte – genau an dem Ort, an dem später die Leiche gefunden wurde. Carlomagno‘s Verteidiger Andrea Miroli behauptet: „Soweit ich weiß, wollte er sich selbst bei den Carabinieri stellen, wurde aber vorher festgenommen“, zitiert ihn Sky TG24. Der Ehemann hatte die Polizei erst am 9. Januar über das Verschwinden seiner Frau informiert – einen Tag nach ihrem letzten Lebenszeichen.

Drama in Italien: Vermisste Mutter tot aufgefunden – Ehemann wegen Mordes verhaftet

Pikantes Detail: Das Paar lebte bereits in Trennung, was Carlomagno den Ermittlern zunächst verschwieg. Nachbarn berichteten von heftigen Streitereien in den Wochen vor der Tat. Ein Gerichtstermin für die offizielle Scheidung war bereits angesetzt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Federica zwischen dem späten Abend des 8. Januar und den frühen Morgenstunden des 9. Januar in der gemeinsamen Wohnung ermordet wurde. Ihr Handy bleibt weiterhin verschwunden, ebenso die Tatwaffe. In dem Fall würde es sich um einen Femizid halten. (Quellen: II Post, Corriere della Sera, RaiNews, Sky TG 24) (kiba)