Eintracht Frankfurt hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Dino Toppmöller getrennt. Das sind die Konsequenzen aus dem Krisengespräch am Samstag.
Frankfurt – Eintracht Frankfurt hat Dino Toppmöller wohl von seinen Aufgaben entbunden. Der 45-jährige Trainer muss seine Sachen nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen packen. Nach zweieinhalb Jahren im Amt folgt nun wohl die Trennung, nachdem am Samstag eine Krisensitzung stattgefunden hatte. Das Aus kommt nicht überraschend, da Sportvorstand Markus Krösche zuletzt deutliche Kritik geäußert hatte.
Die katastrophale Defensivleistung der Frankfurter war ausschlaggebend für die Trennung. Mit 39 Gegentreffern nach nur 18 Bundesligaspielen stellt die Eintracht mit Heidenheim ligaweit den schlechtesten Wert dar. Allein in den ersten drei Spielen des neuen Jahres kassierte das Team neun Gegentore – eine Bilanz, die für einen Verein mit europäischen Ambitionen inakzeptabel ist.
Krösche-Kritik mit Konsequenzen für Toppmöller
Markus Krösche hatte nach dem jüngsten 3:3 gegen Werder Bremen ein klares Bekenntnis zu Toppmöller vermieden und deutliche Worte gefunden: „Wir kriegen unfassbar einfache Gegentore, sind im Ballbesitz zu hektisch und haben keine Struktur“. Diese Aussage war bereits ein deutliches Warnsignal für den Trainer, der spürte, dass seine Zeit ablaufen könnte.
Die Bilanz der letzten Wochen war verheerend: Aus den vergangenen neun Pflichtspielen holte Frankfurt nur einen Sieg. Trotz der enormen Investitionen und der Qualifikation für die Champions League konnte Toppmöller der Mannschaft nicht die nötige Stabilität vermitteln. Die immer wiederkehrenden Defensivfehler und die mangelnde Konstanz führten schließlich zum Bruch.
Als mögliche Nachfolger werden verschiedene prominente Namen gehandelt. Besonders heiß diskutiert wird Xabi Alonso, der kürzlich Real Madrid verlassen musste und bereits Gespräche mit Sportvorstand Krösche führen soll. Der Spanier würde für enormes Aufsehen sorgen und könnte mit seiner Erfahrung neue Impulse setzen.
Weitere Kandidaten für die Nachfolge sind Edin Terzic, Marco Rose und Roger Schmidt. Alle drei Trainer sind derzeit vereinslos und könnten sofort übernehmen. Besonders Terzic gilt als heißer Kandidat, da er bereits Bundesliga-Erfahrung mitbringt und mit Borussia Dortmund erfolgreich war. Eine Entscheidung der Nachfolge dürfte aber einige Tage dauern. (tb)