Frankfurt und der Trainer-Knall. Nach der Trennung von Dino Toppmöller sind die Reaktionen der Eintracht-Fans zwiegespalten.
Frankfurt – Trainerwechsel gehören im modernen Fußball zum Alltag, doch manche Entscheidungen polarisieren bei den Anhängern mehr als andere. So auch die Trennung von Eintracht Frankfurt und Trainer Dino Toppmöller. Als Nachfolger wird unter anderem Xabi Alonso gehandelt. Die Nachricht von Toppmöllers Entlassung sorgte auf der Plattform X (ehemals Twitter) für geteilte Reaktionen unter den Eintracht-Fans.
Während die meisten Anhänger die sportliche Notwendigkeit der Entscheidung anerkennen, würdigen sie gleichzeitig die besonderen Verdienste des scheidenden Trainers um den Verein. „Sportlich absolut richtig. Menschlich immer korrekt gewesen und sicherlich ein guter Kerl, aber es hat keinen Sinn mehr gemacht“, fasst ein User die vorherrschende Stimmung zusammen.
Toppmöller wird für großen Erfolg gewürdigt
Besonders gewürdigt wird Toppmöllers größter Erfolg mit der Eintracht: der Einzug in die Champions League. „DANKE für den Champions League-Einzug. Damit hast du Geschichte geschrieben! Zuletzt sollte es einfach nicht mehr sein. Alles Gute für deine Zukunft, Dino!“, schreibt ein Anhänger und bringt damit die Dankbarkeit für diesen historischen Moment zum Ausdruck.
Die Anerkennung für Toppmöllers Charakter zieht sich wie ein roter Faden durch die Kommentare. „War wohl überfällig. Dennoch: Er hat Historisches bei uns geleistet und war menschlich immer einwandfrei. Danke für alles Dino! Für immer ein Adler!“, heißt es in einem weiteren Beitrag zum Aus des 45-Jährigen.
Nicht alle Stimmen richten ihre Kritik jedoch ausschließlich an den Trainer. Ein User macht Sportdirektor Markus Krösche für die aktuelle Situation mitverantwortlich: „Krösche hat auf der Torwart-Position einfach schlecht eingekauft. Die Unsicherheit von beiden Torhütern überträgt sich auf die ganze Mannschaft. Ich hätte Dino nicht entlassen.“
Aber auch die Transferpolitik des Vereins gerät in die Kritik: „Kommt davon, wenn man immer die besten verkauft und die Nachfolger sich eben nicht so entwickeln. Krösche eben doch nicht der Magier“, merkt ein anderer Nutzer an und stellt die grundsätzliche Vereinsstrategie infrage und zielt auch auf Markus Krösche ab.
Ein kurioses Detail am Rande liefert ein Fan, der auf eine bemerkenswerte Statistik hinweist: „Und der 4. Trainer, der nach einem Werder-Spiel nicht mehr im Amt ist. 1. Erik Ten Hag – Leverkusen, 2. Gerardo Seoane – Gladbach, 3. Paul Simonis – Wolfsburg, 4. Dino Toppmöller – Frankfurt. Trainerkiller-SVW.“ Eine absurde Statistik, in der nach dem 3:3 der SGE gegen Werder die vierte Entlassung hat. (tb)