Trick mit Alltagsgegenstand spart Energie: So heizen die Finnen

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Monatelange Kälte, hohe Energiepreise: In Finnland nutzen viele Haushalte einen unscheinbaren Alltagsgegenstand als clevere Zusatzheizung.

Kassel – Die Temperaturen sinken, die Heizkosten steigen – für viele deutsche Haushalte wird der Winter zur finanziellen Belastungsprobe. Während hierzulande nach teuren Lösungen gesucht wird, setzen die Finnen auf einen simplen Trick: Sie nutzen einen Alltagsgegenstand, den praktisch jeder zu Hause hat.

Energiesparen mit Kerzen im Winter (Symbolbild)
Während die Heizkosten steigen, greifen finnische Familien zu einem simplen Trick: Ein Gegenstand aus jedem Haushalt wird zur Wärmequelle (Symbolbild). © Jochen Tack/Imago

In Finnland, wo der Winter monatelang dauert und die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt fallen, haben die Menschen gelernt, kreativ mit der Kälte umzugehen. Trotz moderner Heizsysteme und gut gedämmter Gebäude spüren auch finnische Familien die steigenden Energiepreise deutlich. Die Lösung liegt oft direkt vor ihren Augen: die einfache Kerze.

Kerzen als clevere Zusatzheizung

Tatsächlich dienen Kerzen in Finnland als kleine Zusatzheizung – ein Alltagsgegenstand, den praktisch jeder besitzt. Jede offene Flamme erzeugt Wärme, eine einzelne Kerze bringt es dabei auf beachtliche 30 bis 80 Watt Heizleistung, so Focus.de. Das mag zunächst wenig erscheinen, doch mehrere Kerzen zusammen können durchaus spürbare Wärme abgeben.

Physikalisch betrachtet erreicht eine Kerze an ihrer Flamme sogar Temperaturen von bis zu 1.400 Grad Celsius. Diese Wärme verteilt sich im Raum und steigt nach oben – ein Effekt, den sich die Finnen geschickt zunutze machen. Fünf bis sechs brennende Kerzen erreichen dabei die Leistung eines klein eingestellten Elektroheizgeräts.

Punktuelle Wärme statt Vollheizung

Das Konzept dahinter ist simpel: Es geht nicht darum, die gesamte Wohnung auf 22 Grad zu bringen, sondern gezielt Wärmezonen zu schaffen, so Focus.de. In einem kleinen, gut isolierten Raum können mehrere Kerzen die Temperatur spürbar von 16 auf 18 Grad anheben – etwa in der Sofaecke oder am Arbeitsplatz. So entsteht Wärme dort, wo Menschen sich tatsächlich aufhalten, punktuell statt flächendeckend.

Für Finnen, die an niedrigere Raumtemperaturen gewöhnt sind, macht genau dieser kleine Unterschied den Komfort aus. Kerzen ergänzen dabei die Zentralheizung gezielt, anstatt sie zu ersetzen. Auch ein Papier-Trick kann die Wohnung in vielen Fällen wärmer machen.

Psychologischer Effekt verstärkt Wärmegefühl

Neben der messbaren Wärme spielt auch die Psychologie eine wichtige Rolle. Der skandinavische Winter mit seiner Dunkelheit und dem Frost, auch spürbar in vielen Nordic-Noir-Krimis, drückt auf die Stimmung. Kerzenlicht wird als behaglich empfunden – die visuelle Wärme und das Flackern der Flamme können das subjektive Wärmegefühl steigern, noch bevor ein Thermometer eine Veränderung anzeigt.

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Kerzen als Wärmequelle: Sicherheit geht vor

Wichtig bleibt jedoch der Sicherheitsaspekt: Kerzen dürfen nur unter Aufsicht brennen, müssen auf stabilen Unterlagen stehen und gehören weit weg von brennbaren Materialien. Beim Verlassen der Wohnung oder vor dem Schlafengehen sollten alle Kerzen gelöscht werden, da ansonsten Brandgefahr besteht.

Experten betonen, dass Kerzen als punktuelle Ergänzung innerhalb eines insgesamt energieeffizienten Wohnkonzepts verstanden werden sollten. Wer die Heizkosten wirklich senken will, erzielt mit besserer Dämmung, so Chip.de, intelligentem Heizverhalten und effizienter Technik deutlich größere Effekte. (Quellen: Focus.de, Chip.de, eigene Recherche) (str)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.hna.de/leben/wohnen/finnischer-heiz-trick-kerzen-als-guenstige-zusatzheizung-tipp-wohnen-zr-94122374.html