Eishockey: Lisa Hemmerle aus Vaterstetten fährt für Deutschland nach Mailand

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Der Wagen für Milano wird voll beladen: Bei der Einkleidung durfte Lisa Hemmerle fleißig „shoppen“. © DOSB/Team Deutschland

Die Eishockey-Torhüterin wurde für die Olympischen Winterspiele nominiert. Zuvor muss sie mit Ingolstadt noch die Playoffs erreichen.

Der Deutsche Eishockey-Bund hat seine Kaderlisten für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina schon vorzeitig bekannt gegeben. Bei der Frauen-Nationalmannschaft berief Bundestrainer Jeff MacLeod 23 Spielerinnen ins Aufgebot, darunter sind zwölf Stürmerinnen, acht Verteidigerinnen und auch drei Torhüterinnen. Eine davon kommt aus dem Landkreis Ebersberg und ist beim EHC durchaus eine bekannte Größe: Lisa Hemmerle.

Die Vaterstettenerin (30) wurde dabei vom DEB-Chefcoach persönlich angerufen. „Das ist für mich eine unglaubliche Ehre“, bekannte Hemmerle stolz zu ihrer Olympia-Berufung. „Das ist das Maximum, was man als Spielerin erreichen kann.“

Noch vier DFEL-Spiele, dann Trainingslager

Zwar ist es nur der sogenannte „vorläufige Kader“, der benannt wurde. Doch die beim EHC Klostersee groß gewordene Eishockeytorhüterin glaubt nicht, dass die offizielle Nominierung, die am kommenden Dienstag, 20. Januar, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) vornimmt, ein anderes Bild ergibt. Zumal die Einkleidung bereits unter der Woche in München stattfand.

Helm hoch, Olympia im Visier: Die Vaterstettener Eishockey-Torhüterin (links) freut sich aufs Flair der Spiele.
Helm hoch, Olympia im Visier: Die Vaterstettener Eishockey-Torhüterin freut sich aufs Flair der Spiele. © IMAGO

Auch auf Hemmerle trifft die Aussage des Nationaltrainers zu: „Viele unserer Spielerinnen haben jahrelang konsequent darauf hingearbeitet und vieles dafür gegeben, um bei Olympia dabei zu sein. Sie sind so sowohl als Persönlichkeiten als auch als Team an den Aufgaben gewachsen.“ Denn die inzwischen 30-jährige Hemmerle hat nicht nur in der Bärenstadt das Tor gehütet, sondern viel Erfahrung bei den Bundesligisten ESC Planegg (2019-2021) und ERC Ingolstadt (seit 2021) – mit beiden Teams wurde sie Deutscher Meister – gesammelt.

Für die Ex-Klosterseer Torhüterin ist die Nominierung „die Bestätigung der jahrelangen harten Arbeit“. Sie freut sich auf das olympische Flair und „auf diese besondere Atmosphäre in Mailand, die dort herrschen wird.“

Aber nicht nur auf nationaler Ebene hat Hemmerle überzeugt, sondern auch international bereits gespielt. Auf Vereinsebene in den Europapokal-Wettbewerben, und auch das Trikot mit dem Adler auf der Brust darf sie seit 2021 tragen. Seitdem gehört sie dem erweiterten Kader der Nationalmannschaft an. In 2024 war die Vaterstettenerin, eine gelernte Automobilkauffrau, erstmals bei einer Weltmeisterschaft am Start, stand einmal auf dem Eis beim 3:0-Erfolg gegen China.

Bevor es am 26. Januar zu einem Vorbereitungslehrgang nach Füssen geht, steht für Lisa Hemmerle der Alltag in der Bundesliga (inzwischen DFEL) an. Am Wochenende tritt sie zweimal mit ihrem Ingolstädter Club gegen Berlin an, das Wochenende darauf folgen zwei Duelle gegen Memmingen. „Da geht es für uns vom ERC noch um die Playoff-Teilnahme“, drängt die 30-Jährige den Gedanken an Olympia noch ein bisschen in den Hintergrund. „Vor allem muss ich gesund und fit bleiben“, sagt die Torhüterin und kann die Vorfreude auf die Spiele in Milano nicht verbergen.

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