Urlauber kennen das markante Ausflugsziel Rocca di Manerba über dem Gardasee. Für einen Einheimischen wurde das See-Panorama jedoch zum Verhängnis.
Brescia – Es sollte ein entspannter Angelausflug werden. Doch für einen 65-jährigen Mann kam am Gardasee jede Hilfe zu spät. Am Freitagmorgen (17. Januar) stürzt der Italiener aus Lonato del Garda von einem Wanderweg bei der berühmten Burgruine Rocca di Manerba am Westufer 40 Meter in die Tiefe. Er verstarb an Ort und Stelle.
Der Alarm ging gegen 9 Uhr morgens ein, berichtet das lokale Nachrichtenportal il Dolomiti. Ein Bekannter des Verunglückten hatte sich Sorgen gemacht, weil er seit Stunden nichts von ihm gehört hatte. Bei der Suche entdeckt er den leblosen Körper seines Freundes.
Tödlicher Sturz an beliebtem Ausflugsziel am Gardasee
Laut QuiBrescia war der Mann bereits am Donnerstagabend (15. Januar) zum Angeln aufgebrochen. Er habe die Gegend um die historische Burgruine, ein beliebter Spot für Angler am Westufer des Gardasees, gut gekannt.
Die Carabinieri aus Salò übernahmen demnach bereits die Ermittlungen zur Unfallursache. Nach ersten Erkenntnissen verlor der 65-Jährige aus noch ungeklärten Gründen das Gleichgewicht und rutschte vom Pfad ab. Der Sturz über mehrere Dutzend Meter war tödlich, meldet bsnews.it. Im Einsatz waren Berg- und Höhlenretter, die Küstenwache, die Feuerwehr sowie ein Rettungshubschrauber, der eigens aus Bergamo angeflogen kam. Vor Ort konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden.
Die Rocca di Manerba ist nicht nur bei Italien-Urlaubern ein beliebtes Wanderziel am Gardasee. Die mittelalterliche Burgruine thront spektakulär auf einem Felsvorsprung über dem See. Doch die steilen Pfade bergen Gefahren, wie nicht nur dieser tragische Unfall zeigt. Immer wieder kommt es im Gebiet an der Ruine und auch generell am Gardasee zu Unfällen am Gelände. Erst im vergangenen Sommer starb ein Deutscher nach einem Sturz in die Tiefe über dem Urlaubsort Riva del Garda. Auch ein Ausflug mit dem Fahrrad endete 2025 für einen Urlauber tödlich. (Quellen: Il Dolomiti, QuiBrescia, bsnews.it) (jm)