News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Die schweren Angriffe Russlands machen den ukrainischen Großstädten zu schaffen. Selenskyj will die Flugabwehr verstärken.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Ukraine berät über effektivere Flugabwehr – Die Lage im Ukraine-Krieg sei vorwiegend im Grenzgebiet schwierig.
- Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Wladimir Putin verliert 1370 Soldaten an einem Tag.
Kiew – Angesichts der dramatischen Energiekrise sucht die Ukraine verstärkt Hilfe bei ihren westlichen Verbündeten. Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte neue Gespräche zur Stärkung der Flugabwehr an und sprach bereits mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte über den Kauf von Raketen für Flugabwehrsysteme.
Das Land erlebt den härtesten Winter seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Wegen der anhaltenden Angriffe von Putins Armee mit Drohnen und Raketen auf Energieanlagen sind Hunderttausende ohne Strom und Heizung – und das bei Schneefall, Frost und nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Betroffen sind die Großstädte Charkiw, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa. Besonders dramatisch ist die Situation jedoch in der Hauptstadt Kiew. Die Dreimillionenstadt dürfte bei weiteren russischen Attacken auf eine humanitäre Katastrophe zusteuern.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine berät über effektivere Flugabwehr
Der ukrainische Staatschef hat vom Ministerkabinett Lösungen innerhalb eines Tages gefordert. „Vor allem damit der Import von Strom und aller Möglichkeiten für die Reserveversorgung erhöht wird“, sagte der ukrainische Präsident am Donnerstagabend (15. Januar). Dafür sei auch eine stärkere Kooperation zwischen den örtlichen Regierungsorganen und den Energieunternehmen notwendig.
Zusätzlich habe es zudem eine Beratung mit Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow und dem Chef der Luftstreitkräfte Anatolij Krywonoschko zum Schutz der Energieanlagen gegeben. Schwer sei die Lage auch im Grenzgebiet zu Russland und in den Gebieten Dnipropetrowsk und Odessa.
Putins Wirtschaft leidet unter dem Ukraine-Krieg: Heftige Einbußen bei Gas und Öl
Die von Russland zur Finanzierung seines Ukraine-Kriegs genutzten Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft sind laut neuesten Daten des russischen Finanzministeriums auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Insgesamt erbrachten Öl- und Gasverkäufe 2025 Einnahmen in Höhe von umgerechnet knapp 93 Milliarden Euro, wie aus neu veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Das ist der niedrigste Stand seit 2020 und ein Rückgang um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der russische Öl- und Gassektor ist Gegenstand zahlreicher Sanktionen der EU und der USA in Folge der russischen Offensive in der Ukraine vor fast vier Jahren. Im Oktober hatten die USA die beiden größten russischen Ölunternehmen Lukoil und Rosneft auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Dennoch verkauft Russland weiterhin Öl und Gas an Partner wie China, Indien und die Türkei, nach Angaben von Experten teilweise unter Umgehung westlicher Sanktionen.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen
Russland hat derweil im Verlauf des vergangenen Tages 1370 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine berichtet, steigen Putins Verluste im Ukraine-Krieg damit auf etwa 1.224.460 Soldaten an. Seit Beginn der jüngsten Kämpfe am 24. Februar 2022 hat Russland zudem 11.563 Panzer, 23.908 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 36.230 Artilleriesysteme verloren. (red mit Agenturen)