Seit 60 Jahren in der Liedertafel: Fischbachauer Sänger ausgezeichnet

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Große Ehre: Klaus Beck (r.) zeichnete Matthias Isenmann für seine Treue aus. © Privat

Die Liedertafel Fischbachau ehrte ihren treuesten Sänger beim Neujahrskonzert. Drei hochkarätige Gastgruppen feierten ihre Premiere.

Fischbachau – Drei Dirigenten, vier Vorsitzende, viele Auftritte und nahezu unzählige Proben hat Matthias Isenmann mit der Liedertafel Fischbachau erlebt. 60 Jahre lang schenkt der Fischbachauer dem Männerchor bereits seine Stimme. Grund genug für den aktuellen Vorsitzenden Klaus Beck, Isenmann als dienstältesten Sänger nun mit einer Urkunde für seine lange Treue auszuzeichnen. Der passende Anlass – auch für die Ehrung von Vize-Vorsitzendem Sepp Schnitzenbaumer zum 20-Jährigen – war schnell gefunden, hat die Liedertafel doch im vergangenen Jahr ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert und damit kürzlich zum 100. Mal zum Neujahrskonzert eingeladen.

Auch wenn wegen des Schneetreibens draußen vor der Tür einige reservierte Stühle leer blieben, tat dies der guten Stimmung auf und vor der Bühne keinen Abbruch, teilt die Liedertafel mit. Das von Dirigent Felix Brand zusammengestellte und „schwungvoll moderierte“ Programm habe einen weiten Bogen gespannt. Geografisch von Nordbayern bis zu den Dolomiten, musikalisch von der Klassik bis zur Volksmusik der Gegenwart.

Premiere für drei Gastgruppen beim Neujahrskonzert

Eine Premiere beim Fischbachauer Neujahrskonzert feierten drei andere hochkarätige Gruppen: der Gschwendter Dreigsang, begleitet von Harfenistin Stefanie Polifka, der Hofreida Dreigsang und das Wallberg-Trio mit Ziach, Zither und Kontra-Gitarre. Die Liedertafel selbst erhielt musikalischen Beistand von Martina Holzer, die auch als Harfensolistin aufspielte. „Mit dir klingt unser Gsang einfach viel schöner“, lobte der Dirigent die Kirchenmusikerin, was die Zuhörer mit kräftigem Applaus bestätigten.

Märchenhaft wurde das Neujahrskonzert dann, als Gesangssolistin Steffi Owen zusammen mit dem Wallberg-Trio gefühlvoll das bairisch-wienerisch gestimmte „Isarmärchen“ von Ludwig Prell, die „heimliche Münchner Stadthymne“ aus den 1950er-Jahren. Ein musikalisches Geburtstagsgeschenk aus der Ferne überbrachte die Liedertafel dann dem heuer 100 Jahre alten Trientiner Bergsteigerchor: Sie sangen sein berühmtes „La Montanara“. Mit gesprochenen Worten überzeugte schließlich Liedertafel-Mitglied Peter Lohwasser. Der Sänger habe erst kürzlich sein Talent als Mundart-Dichter entdeckt, teilt der Chor mit. Seine humorvollen Verse über Selbsterlebtes hätten für viele Lacher im Publikum gesorgt.