Iran-Proteste: USA verlegen Flugzeugträger und Zerstörer – Botschafter droht mit Angriff

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Iran-Proteste: Trump verlegt Flugzeugträger und Zerstörer – Botschafter droht mit Angriff

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Die Trump-Regierung verlegt offenbar einen Flugzeugträger in den Nahen Osten. Teheran soll die Hinrichtungen stoppen. Die aktuelle Lage im Iran im Ticker.

Das Wichtigste in
diesem News-Ticker

  1. US-Flugzeugträger nach Nahost verlegtDonald Trump erhöht den Druck auf das Mullah-Regime.
  2. UN-Botschafter droht mit Trump-Angriff auf den Iran – Donald Trump sei „ein Mann der Tat“, so Mike Waltz.

Washington, D.C./Teheran – Nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran verstärken die USA Medienberichten zufolge ihre militärische Präsenz in Nahost. Der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und Begleitschiffe seien auf dem Weg vom Südchinesischen Meer in die Region, berichteten unter anderem die New York Times und das Portal Axios

Mehrere US-Medien berichten, dass der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ auf dem Weg in den Nahen Osten sei. (Montage) © Fazry Ismail/Pool EPA/AP/dpa; Evan Vucci/dpa

Seit Beginn der Massenproteste Ende Dezember gegen das autoritäre Herrschaftssystem in der Islamischen Republik hat Trump dem Iran bereits mehrfach mit einem Eingreifen der USA gedroht. Ausgelöst wurden die Proteste unter anderem von einer dramatischen Wirtschaftskrise, einer sehr hohen Inflationsrate und großer Unzufriedenheit mit dem Mullah-Regime. Irans Sicherheitsapparat hat die Proteste brutal niedergeschlagen. Menschenrechtler sprechen von Tausenden Toten. 

US-Flugzeugträger nach Nahost verlegt

Der von einem Atomreaktor angetriebene US-Flugzeugträger transportiert normalerweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet. Die „USS Abraham Lincoln“ soll in etwa einer Woche im Nahen Osten ankommen.

Zudem würden zusätzliche Waffen und Verteidigungsausrüstung dorthin gebracht, berichtete die New York Times. Es könnten auch weitere Kampfflugzeuge folgen. Eine offizielle Bestätigung der Verlegung durch das Pentagon gab es zunächst nicht. Auch wurde sich in dem Fall nicht zum Iran geäußert.

UN fordert Stopp der Hinrichtungen im Iran – Trump-Regierung spricht von 800 Absagen

Die Vereinten Nationen forderten den Iran auf, jegliche geplanten Hinrichtungen von Demonstranten aufzuhalten und alle Todesfälle unabhängig und transparent aufzuklären. UN-Generalsekretär António Guterres rufe alle Beteiligten zu größtmöglicher Zurückhaltung auf, hieß es. 

Nach Darstellung des Weißen Hauses wurden auf US-Druck 800 geplante Hinrichtungen abgesagt. Sprecherin Karoline Leavitt machte keine Angaben zur Quelle für diese Information, die Trump erhalten haben soll. Der Präsident hatte bereits am Vortag gesagt, ihm sei „von sehr wichtigen Quellen auf der anderen Seite“ zugesichert worden, dass Tötungen im Iran aufhören würden. Trump hatte Teheran davor gewarnt, Teilnehmer der Proteste hinrichten zu lassen. 

Die vom Weißen Haus genannte Zahl von angeblich 800 abgesagten Hinrichtungen scheint allerdings ungewöhnlich hoch. Im ganzen Jahr 2024 etwa wurden im Iran laut Amnesty International 972 Menschen hingerichtet.

UN-Botschafter droht mit Trump-Angriff auf den Iran

Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York drohte der UN-Botschafter der USA, Mike Waltz, dem Iran erneut mit einer militärischen Eskalation. US-Präsident Donald Trump sei „ein Mann der Tat, nicht der endlosen Worte, wie wir sie bei den UN sehen“, sagte er. „Er hat klargestellt, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen, um das Schlachten zu beenden.“

Die Website Axios berichtete, Trump zögere eine Entscheidung zu einem möglichen Angriff auf den Iran hinaus, während das Weiße Haus darüber unter anderem mit Verbündeten berate. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu habe Trump demnach gebeten, dem Land mehr Zeit für die Vorbereitung auf einen möglichen iranischen Vergeltungsschlag zu geben. Auch die „New York Times“ schrieb, dass Netanjahu um einen Aufschub eines US-Angriffs gebeten habe. Leavitt bestätigte lediglich ein Gespräch von Netanjahu und Trump. (red mit Agenturen)