Der „UmweltKumpel" soll Kindern spielerisch beibringen, Abfall richtig zu sortieren. Die Mülltrennung könnte bald zum interaktiven Erlebnis werden.
München – Wohin mit der Eierschale, der alten Zahnbürste oder dem leeren Joghurtbecher. Mülltrennung kann schon so manchen Erwachsenen vor eine kleine Herausforderung stellen. Kinder könnten an Moosachs Schulen bald von einer Künstlichen Intelligenz (KI) an das Thema herangeführt werden. Ein Start-up-Unternehmen hat dem Chef des Bezirksausschusses (BA), Wolfgang Kuhn, ein KI-gestütztes Umweltbildungsprojekt angetragen, das Mülltrennung spielerisch vermitteln soll.
System erkennt Abfallarten automatisch
Kern des Projekts ist das sogenannte „UmweltKumpel“-System, ein Recycling-Container, der mit KI-Unterstützung Abfälle automatisch erkennt und richtig zuordnet. Entwickelt wurde es von Lucas Li, Maurice Lichtenberg und Maximilian Moulé. Das Trio beschreibt sich auf der UmweltKumpel-Homepage als „eine leidenschaftliche Gruppe von Studenten der TUM, vereint durch ein einziges Ziel: Nachhaltigkeit zu einer intuitiven Gewohnheit für die nächste Generation zu machen“.
Start-up spricht auch mit dem Kreisjugendring
Das Start-up ist bereits mit dem Kreisjugendring München im Austausch und plant dort erste Geräte für KJR-Einrichtungen. Für Moosach bietet sich nach Darstellung der Initiatoren die Chance, ein sichtbares Umweltbildungsprojekt umzusetzen, das direkt in Kitas und Schulen wirkt. Konkret sollen demnach aus dem Viertelbudget ein bis drei „UmweltKumpel“-Systeme für ausgewählte Einrichtungen im Stadtbezirk realisiert werden. Gemeinsam mit dem BA sollen geeignete Standorte ausgewähltwerden.
BA spielt Ball an die Stadt weiter
Die Viertelpolitiker beschlossen, die Anfrage an das Referat für Bildung und Sport (RBS) weiterzuleiten. Gleichzeitig sollen die Moosacher Schulen informiert werden, damit diese frühzeitig von dem möglichen Angebot erfahren. Damit liegt der Ball nun bei den Fachstellen, die über mögliche nächste Schritte und eine konkrete Umsetzung entscheiden werden.