Bis -20 Grad: Sibirische Eisfront rückt nach Deutschland – Russland-Hoch schickt bald Extremkälte

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Ein massives Russland-Hoch schaufelt Ende Januar eisige Luftmassen Richtung Westen. Eiskratzen und dick einpacken sind angesagt.

Der Winter zeigt sich in diesem Jahr von seiner launischen Seite. Während die Temperaturen in den vergangenen Tagen vergleichsweise mild ausfielen, deutet sich nun eine markante Wetterwende für 2026 in Deutschland an. Verantwortlich ist ein Hochdruckgebiet über Russland, das trockene und extrem kalte Luftmassen aus Sibirien mobilisiert. Meteorologen beobachten zudem Veränderungen am Polarwirbel, die solche Kaltluftausbrüche begünstigen. Bereits im November und zur Jahreswende erlebte Deutschland ähnliche Wetterlagen.

Bis -20 Grad: Sibirische Eisfront rückt nach Deutschland – Russland-Hoch schickt bald Extremkälte © IMAGO / ITAR-TASS

Laut Weather.com kann die sibirische Kaltluft Deutschland bereits um den 24. Januar 2026 erreichen. Experten rechnen mit Tiefstwerten von bis zu minus 20 Grad, insbesondere in den östlichen Landesteilen. Der Westen bleibt voraussichtlich etwas milder. Die Kältephase könnte sich dabei bis Mitte Februar halten. Schnee ist zunächst nicht zu erwarten, da die Luftmassen extrem trocken sind. Auf ihrem Weg durch Russland werden sogar Temperaturen von minus 30 Grad gemessen – selbst für dortige Verhältnisse außergewöhnlich niedrig.

Kältewelle 2026: Polarwirbel-Störung bringt Frost und eisige Nächte im Januar nach Europa

Die Wetterentwicklung hängt eng mit dem Polarwirbel zusammen. Dieser wurde in den vergangenen Tagen in Richtung Sibirien abgedrängt. Ein starkes Azoren-Hoch drückt derzeit in die Höhe und könnte den Polarwirbel erneut verformen oder sogar spalten. Das neu entstandene Russland-Hoch ist ein direktes Resultat dieser atmosphärischen Verschiebungen. Wenn der Polarwirbel instabil wird, kommt es zu einer starken Erwärmung in der Stratosphäre, die polare Kaltluftausbrüche zur Folge hat.

Besonders hart trifft die Kältewelle Osteuropa. Dort ist mit wochenlanger bitterer Kälte zu rechnen, da die massiven Luftmassen nur langsam wieder verdrängt werden können. Deutschland liegt voraussichtlich an der westlichen Grenze der Kaltluft, während Frankreich weitgehend verschont bleibt. Der Polarjet biegt in Richtung Mittelmeer ab, was von Spanien bis Griechenland für reichlich Niederschlag sorgen dürfte. Sollte ein Tiefdruckgebiet unerwartet gegen die Kaltluft prallen, wäre auch Schneefall in Deutschland möglich. Bislang bleiben Sie jedoch erst mal vom Schneeschippen verschont – nicht aber vom morgendlichen Eiskratzen. Auch interessant: Insolvenz-Welle rollt weiter – 129 Jahre alter Familienbetrieb muss aufgeben.

Die kommenden Tage werden zeigen, wie präzise sich die Prognosen bestätigen. Fest steht: Der Winter kehrt mit Nachdruck zurück und macht diesen Januar zum kältesten seit 15 Jahren. Die Kombination aus Polarwirbel-Störung, Azoren-Hoch und Russland-Hoch schafft ideale Bedingungen für einen längeren Kälteeinbruch. Übrigens, nicht nur der Winter hält Europa aktuell in Atem – auch eine makabre App sorgt gerade für Furore.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/extremkaelte-ende-januar-bis-mitte-februar-in-deutschland-erwartet-94126062.html