Nach „Swexit“ folgt das Chaos: Discounter-Übernahme wird zur Schließungsorgie

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GiFi stößt sein Geschäft ab, Konkurrent Maxi Bazar hat die Filialen übernommen. Doch auch hier droht Kahlschlag - Maxi Bazar soll jede zweite Schweizer Filiale schließen wollen.

Zürich – Der französische Discounter GiFi treibt seine finanzielle Genesung voran, indem er seine gesamten Filialen in der Schweiz verkauft hat. Nachdem die Kette letztes Jahr nur knapp einer Insolvenz entkam, ist das Schweizer Engagement, intern als „Swexit“ bezeichnet, nun beendet. Die Filialen wurden vom Konkurrenten Maxi Bazar übernommen.

GIFI-Übernahme erfolgreich – doch Schließungen sind geplant

Während die Übernahme der Schweizer GIFI-Standorte durch den Konkurrenten Maxi Bazar eigentlich eine Rettung suggerierte, zeichnet sich laut CH Media nun eine drastische Sparwelle ab. Demnach steht der Billigdiscounter in der Schweiz vor einem massiven Rückzug. Von den insgesamt 31 Filialen sollen 16 dauerhaft geschlossen werden. Besonders hart trifft es die Deutschschweiz, wo fast alle Standorte vor dem Aus stehen. Den Anfang machte bereits im vergangenen Dezember die Filiale im Shoppi Tivoli in Spreitenbach.

ARCHIV - 02.03.2021, Thüringen, Erfurt: „Wir schliessen. Alles muss raus“ steht auf dem Banner in der Tür eines Geschäfts in der Erfurter Altstadt. (zu dpa: „Pleitewelle bei Unternehmen rollt weiter“) Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bei vielen Schweizer Filialen von GIFI sollen die Lichter ausgehen © Martin Schutt/dpa

Kündigung an Heiligabend – GIFI-Angestellte in Brugg vor dem Aus

Besonders bitter ist die Situation für die Belegschaft am Lindenplatz in Brugg (AG). Obwohl den Mitarbeitern nach der Übernahme durch Maxi Bazar zunächst versichert wurde, dass ihre Arbeitsplätze sicher seien, herrscht nun traurige Gewissheit: Die Filiale schließt bereits Ende Februar 2026. Eine Anschlusslösung für die Angestellten gibt es nicht – sie wurden freigestellt. Für die Betroffenen war es ein besonders schmerzhafter Schlag, da die schriftlichen Kündigungen ausgerechnet am 24. Dezember in den Briefkästen landeten.

So soll es bei GIFI weitergehen

Maxi Bazar selbst, der die GIFI-Filialen erst Anfang 2026 offiziell übernommen hat, wollte sich zu den Berichten über die massiven Schließungen bislang nicht äußern. In Frankreich betreibt der Käufer aktuell rund siebzig Geschäfte und erwirtschaftete dort einen Umsatz von 180 Millionen Euro. Parallel zu diesem Schritt plant GiFi, benannt nach seinem Gründer Philippe Ginestet, den Verkauf von weiteren 32 Filialen auf dem französischen Heimatmarkt an Grand Frais. Anfang letzten Jahres hatte das Unternehmen bereits einen finalen Rettungsplan mit den Banken ausgehandelt, der die Streichung von 470 Millionen Euro Schulden beinhaltete. (Quellen: CH Media, retaildetail, Blick) (sts)

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