Läuft Amaimouni-Echghouyab einem Eintracht-Sorgenkind den Rang ab?

  1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball

Kommentare

Ayoube Amaimouni-Echghouyab hat als Joker bei Eintracht Frankfurt gleich ein Ausrufezeichen gesetzt. Überholt er einen strauchelnden Konkurrenten?

Frankfurt – Drei Minuten nur hat es gedauert, da hat jeder Beobachter von Eintracht Frankfurt gewusst, warum Sportvorstand Markus Krösche 200.000 Euro an die TSG Hoffenheim überwiesen hatte. Ayoube Amaimouni-Echghouyab, mit dem Spitznamen „Jupp“ ausgestattet, zeigte bei seinem Debüt gegen den VfB Stuttgart sofort, was in ihm steckt.

Ayoube Amaimouni-Echghouyab darf über seinen ersten Bundesligatreffer jubeln
Ayoube Amaimouni-Echghouyab darf über seinen ersten Bundesligatreffer jubeln © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Er bekam das Leder von Mahmoud Dahoud auf die rechte Außenbahn. Und was machte Amaimouni-Echghouyab? Er zog nach innen, ließ Nationalspieler Maximilian Mittelstädt mit einer Körpertäuschung aussteigen und vollendete präzise mit seinem starken linken Fuß ins lange Eck. Welch ein Einstand und immerhin eine positive Geschichte rund um die 2:3-Niederlage der Hessen in Stuttgart.

Amaimouni-Echghouyab als Eintracht-Lichtblick

Der Stolz war ihm anzusehen. „Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich wusste beim Jubel gar nicht, was ich machen sollte. Ich bin überglücklich über meinen Treffer“, sagte der 20-Jährige, der sich aber trotz des persönlichen Highlights nicht über die Mannschaft stellen wollte: „Die Niederlage ist bitter. Wir müssen Gas geben und die Dinge, die wir nicht so gut gemacht haben, in Bremen besser machen.“

Absolut Eintracht - der Newsletter! Jetzt abonnieren und Teil der SGE-Community werden! Hier geht es nach einer kurzen Registrierung direkt zur Newsletter-Anmeldung.

Bei allem berechtigten Frust nach der Pleite in Stuttgart sorgte der Auftritt von Amaimouni-Echghouyab für ein Lächeln bei Sportvorstand Krösche: „Seine Unbekümmertheit hat man schon im Training gesehen. Dass er die Abschlussqualität hat, hat er in der dritten Liga in Hoffenheim gezeigt. Das kannst du nicht verteidigen. Er hat den Mut, ins Eins-gegen-Eins zu gehen. Es ist schön, dass sich Ayoube belohnt hat.“

Auch sein Trainer Dino Toppmöller war zufrieden mit diesem Debüt: „Jupp hat sich bei uns in den ersten Trainingstagen auf dem Platz sehr selbstbewusst gezeigt. Er hat eine besondere Fähigkeit im Eins-gegen-Eins und will den Gegner nach hinten zwingen. Das gibt unserem Spiel, wenn du ein Tor brauchst, diese Komponente.“

Amaimouni-Echghouyab heizt den Konkurrenzkampf somit weiter an auf den Außenbahnen. Vor allem für ein Sorgenkind wird die Luft dadurch dünner. Jean-Matteo Bahoya kommt auch im neuen Jahr nicht in Tritt. Der Franzose leitete den Ausgleichstreffer in Stuttgart zwar mit ein. Insgesamt blieb der für Younes Ebnoutalib ins Spiel gekommene Angreifer in rund 70 Minuten aber blass.

Der 20-Jährige war so gut in die Saison gestartet. Er traf zum Auftakt im Pokal in Koblenz gegen Engers (5:0) und in der Liga gegen Bremen (4:1) gar doppelt. Eine Woche später folgte im Duell in Hoffenheim (3:1) noch ein Assist. In den darauffolgenden knapp 800 Einsatzminuten sollten in Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal keine weiteren Scorerpunkte hinzukommen.

Zwischenzeitlich berichtete Sport1, er sei unzufrieden mit der aktuellen Situation. Bahoya bekam anschließend Chancen, die er nicht nutzen konnte. Er startete gegen Wolfsburg (1:1), Leipzig (0:6) und Hamburg (1:1) – und ging völlig unter. Leistungsschwankungen bei jungen Spielern sind völlig normal. Bahoya befindet sich derzeit aber schon zu lange im Negativstrudel.

Läuft ihm Amaimouni-Echghouyab vorerst den Rang ab? Das werden erst die kommenden Wochen zeigen. Doch diese Zielstrebigkeit, die der Winterneuzugang bei seinem Treffer zeigte, fehlt Bahoya in dieser schwierigen Phase komplett. Möglicherweise wird er durch den Senkrechtstarter „Jupp“ gekitzelt. Er muss die Herausforderung annehmen, ansonsten droht er, den Anschluss zu verlieren.

Bahoya mutiert zum Sorgenkind der Eintracht

Denn Bahoya ist inzwischen seit zwei Jahren bei der Eintracht. Er nahm in der Rückrunde der vergangenen Saison einen wichtigen Part ein und wurde mit 37,16 km/h sogar zum schnellsten Spieler der Bundesliga-Historie. Im Sommer lehnte Krösche eine attraktive Offerte aus Saudi-Arabien für ihn ab und man träumte von Ablösen in Höhe von 70 bis 80 Millionen Euro.

Den Sprung in diesen Bereich hat Bahoya bisher verpasst. Seine Entwicklung stagniert, er nutzt seine Tempovorteile kaum noch aus, vermeidet die Wege in den gegnerischen Sechzehner. Auch an ihm geht die schwierige Gesamtsituation bei der Eintracht nicht spurlos vorbei.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/laeuft-amaimouni-echghouyab-einem-eintracht-sorgenkind-den-rang-ab-zr-94124005.html