Die insolvente Supermarkt-Kette Feneberg hat vier Standorte im Landkreis Weilheim-Schongau. Bei Verdi erwartet man Filialschließungen und Stellenabbau.
Landkreis – Feneberg ist insolvent. Das gab die Supermarkt-Kette mit Sitz im Allgäu kürzlich bekannt. Das in Schieflage geratene Familienunternehmen soll nun im Rahmen eines Schutzschirmverfahrens saniert werden. Die Geschäftsführung bleibt damit im Amt, ist aber einem vom Gericht eingesetzten Verwalter unterstellt.
Feneberg-Filialen in Altenstadt, Steingaden und Peißenberg
Im Landkreis Weilheim-Schongau gibt’s insgesamt vier Feneberg-Filialen – jeweils eine in Altenstadt und Steingaden sowie zwei in Peißenberg. Der Altenstadter Feneberg feierte noch im Dezember 2024 seinen Umzug in den Neubau an der Sonnenstraße.
Bei der Gewerkschaft Verdi ist man von der Insolvenz nicht wirklich überrascht. Spätestens mit dem Verkauf der Feneberg-Metzgerei im vergangenen Spätsommer habe man gemerkt, dass etwas im Argen liegt, erklärt Manuela Karn, stellvertretende Bezirksgeschäftsführerin von Verdi im Allgäu. „Die Metzgerei war das Herzstück des Unternehmens“, so Karn.
Verdi will „um jeden Arbeitsplatz kämpfen“
Die Gewerkschaftsvertreterin kritisiert, dass die Mitarbeiter nicht vor der Öffentlichkeit über die Insolvenz informiert worden seien.
Manuela Karn hält einen anstehenden Stellenabbau im Unternehmen für sehr wahrscheinlich – wenngleich Verdi „um jeden Arbeitsplatz kämpfen“ möchte und fordert, dass die Sanierung „nicht auf Kosten der Beschäftigten“ gehen dürfe. „Ich bin mir aber sicher, dass es Filialschließungen geben wird“, sagt Karn. Welche Filialen betroffen sein könnten, kann die Verdi-Vertreterin allerdings noch nicht sagen.
Gewerkschaft lehnt Lohnkürzungen ab
Karn sieht bei der Allgäuer Supermarkt-Kette nach wie vor „Potenzial“ – aber: „Feneberg muss jetzt seine Hausaufgaben machen.“ Lohnkürzungen gehören nach der Meinung von Verdi nicht zu diesen Aufgaben: „Die Beschäftigten haben durch den massiven Gehaltsverzicht der letzten Jahre bereits ihren Sanierungsanteil gegeben.“