In Thailand ist ein Baukran auf einen voll besetzten Zug gekracht. Dabei kamen mindestens 32 Menschen ums Leben – auch ein Mann aus Deutschland.
Bangkok – Im Urlaubsparadies Thailand hat sich am Mittwoch (14. Januar) ein schweres Zugunglück ereignet. Ein Baukran war in der Provinz Nakhon Ratchasima, etwa 230 Kilometer nordöstlich von Bangkok, auf einen voll besetzten Zug gestürzt. Der Zug entgleiste und fing teilweise Feuer.
Mindestens 32 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, mehr als 60 weitere wurden verletzt. Unter den Todesopfern ist auch ein Deutscher. Das bestätigte das Außenministerium in Bangkok. Das Ministerium sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Das Dach des Zuges sei plötzlich eingestürzt, sagte die thailändische Ehefrau des Opfers dem Portal Thaiger. Die Frau überlebte das Unglück, ihr Mann hingegen sei sofort tot gewesen.
Baukran stürzt auf Zug in Thailand: Deutscher unter den Toten
Weitere Angaben zur Identität des Deutschen sind nicht bekannt. Bei fast allen Opfern handelt es sich laut Außenministerium um Einheimische. Eine Person aus Südkorea sei ebenfalls ums Leben gekommen. Die Suche nach den noch drei vermissten Personen wurde inzwischen eingestellt. Örtlichen Medienberichten zufolge seien Leichenfragmente gefunden worden, die nun identifiziert werden sollen.
Nur einen Tag nach dem Unglück stürzte am Donnerstagmorgen (15. Januar) ein weiterer Baukran in Samut Sakhon auf eine Schnellstraße. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Die Schnellstraße Rama 2 ist eine Hauptverkehrsader und verbindet Bangkok mit dem Süden des Landes. Sie wird auch gerne von Urlaubern genutzt. Die Ursache ist bislang unklar.
Die Regierung zieht jetzt jedenfalls Konsequenzen: Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn hat einen sofortigen Baustopp für alle Hochstraßen- und Hochbahnprojekte in Thailand angeordnet. Alle Baustellen sollen zunächst auf Sicherheitsstandards geprüft werden. Im Juni 2022 starben fünf Menschen bei einem Zugunglück bei Burgrain – ein Anwohner warnte bereits Jahre vor der Entgleisung. (kas/dpa)