Zum Feierabend in die Weinbar „Feierabend"

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Freuen sich, ihren Gästen den Feierabend zu versüßen: Martina Wellhausen-Rohr und Otmar Walch. ©  Andrea Jaksch

Martina Wellhausen-Rohr und Otmar Walch eröffneten die Weinbar „Feierabend". Sie ist eine von vier Neueröffnungen innerhalb weniger Wochen.

Herrsching - „A bisserl wie damals, a bisserl wie dahoam“ heißt es im Internetauftritt der neuen Herrschinger Weinstube „Feierabend“. Der Name ist Programm, denn geöffnet wird erst am späten Nachmittag – zum Feierabend. Gastgeber sind Martina Wellhausen-Rohr und Otmar Walch. Walch ist in Herrsching kein Unbekannter in der Gastroszene. 2012 hatte er die Post übernommen. Seit nun schon sechs Jahren betreibt er den „Lieblingsplatz“ am Pilsensee. Ein Saisongeschäft, abhängig vom Wetter. „Darum hab‘ ich mich nach einem zweiten Standbein umgeschaut“, erzählt er. Und als der Angelshop in der Bahnhofstraße 41 schloss, zog er mit seiner Lebensgefährtin ein, um dort die passende Ergänzung zum „Lieblingsplatz“ einzurichten. Seit vier Wochen ist geöffnet, bislang ohne offizielles Fest. „Der Dezember war ein etwas unglücklicher Zeitpunkt“, erzählt Walch. Der sogenannte trockene Januar, an dem den guten Vorsätzen entsprechend immer mehr Menschen auf Alkohol verzichten, sei für seine Weinbar auch nicht ideal. „Dafür läuft es aber ganz gut“, freut er sich.

Mit dem „Feierabend“, dem Bistro „Das Ammerseer“ an der Seestraße, dem neuen Restaurant „Tasty“ im Souterrain des Andechser Hofs und der „cafébar amò“ an der Bahnhofstraße haben innerhalb weniger Wochen gleich vier Lokale in Herrsching neu eröffnet. Und dies, nachdem die Gastroszene nach der Schließung von Karlas Kaffeehaus, dem „Alimentari Limone“ und dem Café „fei“ schmerzlich ausgedünnt worden war. „Wir wollten für Herrsching wieder mehr Wahlmöglichkeiten bieten“, sagt Walch im Gespräch mit dem Merkur.

Mit viel Liebe haben er und seine Lebensgefährtin das schmucklose Ladenlokal in ein Weinlokal umfunktioniert, in dem auch eine alte italienische Kaffeemaschine ihren Platz findet, die Walch lange im Keller gelagert hatte. Aus ihr gibt es Espresso für einen Euro. „Das war früher in Italien so. Ein symbolischer Euro. Das will ich beibehalten“, sagt er. Die wenigsten würden jedoch abends zum Espresso greifen, „wir haben ja kein Kaffee-Geschäft“. Weine aus der steirischen Heimat Walchs und kleine Snacks bietet der gelernte Koch in der Hauptsache an. Platz nehmen kann der Gast in der „Grünen-Veltliner-Ecke“ vor einer Fototapete mit steirischer Weinlandschaft, am „Weinkeller-Stammtisch“ oder an der nostalgischen Bar gleich am Eingang. „Die Leute sind begeistert“, sagt Walch.

Geöffnet hat die Weinbar mit dem vollständigen Namen „Feierabend – Champagner und mehr“ in der Bahnhofstraße 41 in Herrsching donnerstags bis sonntags, jeweils von 16 bis 22 Uhr.