Es war ein gebrauchter Tag für Eintracht Frankfurt. Die SGE verlor nicht nur die Partie gegen Stuttgart mit 2:3, sondern auch Stürmer Younes Ebnoutalib. Die Stimmen zum Spiel.
Stuttgart – Das Chaos bei Eintracht Frankfurt, es geht weiter. Beim VfB Stuttgart verloren die Adler mit 2:3 (hier der Ticker zum Nachlesen). Die Defensive kann die Fehler nicht abstellen, auch die Fans wüteten gegen die Abwehr ihrer Mannschaft. Trainer Dino Toppmöller gab auf der Pressekonferenz nach der Partie ein Update zum verletzten Stürmer Younes Ebnoutalib – und klang alles andere als optimistisch.
Der Cheftrainer stellte fest: „Bei Younes Ebnoutalib sieht es nicht ganz so gut aus. Er geht morgen zum MRT. Danach wissen wir genau, was die Thematik ist. Er hat einen Schlag auf Oberschenkel und Knie abbekommen und ist weggeknickt. Wir hoffen natürlich das Beste.“ Ein Ausfall wäre unglaublich bitter, denn mit Jonathan Burkardt und Michy Batshuayi fallen bereits zwei Angreifer aus.
Eintracht-Trainer Toppmöller spricht über Ebnoutalib-Verletzung
Ayoube Amaimouni-Echghouyab, der erst vor einigen Wochen aus Hoffenheim zur Frankfurter Mannschaft stieß, feierte sein Debüt mit einem Treffer. Trotzdem überwog am Ende der Ärger über die Niederlage. „Natürlich ist es schön, dass ich erstmals spielen durfte und auch getroffen habe. Diese Bewegung habe ich diese Saison schon einige Male gemacht. Schöner wäre aber natürlich gewesen, wenn wir gewonnen oder Remis gespielt hätten. Wir arbeiten daran, dass wir gegen Bremen den Sieg holen. Jetzt ist es erstmal sehr bitter, dass wir nicht gepunktet haben.“
Robin Koch war über die drei Gegentore mehr als frustriert, 36 Stück hat die Eintracht nun schon auf der Habenseite stehen. „Wir haben es wieder nicht geschafft, bis zum Ende konsequent zu verteidigen und bekommen wieder ein spätes Gegentor. Wir versuchen alles über 90 Minuten, versuchen alles zu verteidigen, und verlieren dennoch. Das ist extrem bitter“, resümierte er.
Obwohl die Kritik an seiner Mannschaft wächst, will Dino Toppmöller (noch) nichts von einer Krise hören. Er versucht sich in Zweckoptimismus. „Die Moral stimmt. Aber es ist ärgerlich, dass wir gegen zwei Topteams nur einen Punkt geholt haben. Jetzt geht es darum, sich für den hohen Aufwand, den wir betreiben, mit Punkten zu belohnen.“
Sofern die Diagnose bei Ebnoutalib unerfreulich ausfällt, dürfte der Frankfurter Wind noch etwas eisiger wehen. Die Anhänger verlieren langsam die Geduld, die Abwehrfehler werden nicht abgestellt. Am kommenden Wochenende beginnt offiziell die Rückrunde der Bundesliga – und die Eintracht weiß ganz genau, dass die Reise nach Bremen alles andere als einfach werden wird. (is)