Die Partie des FC Bayern in Köln blieb lange unterbrochen. Sowohl der TV-Kommentator als auch ein Ski-Weltmeister wollten das Problem lösen.
Köln – Die englische Woche bescherte dem FC Bayern am Mittwoch eine Reise zum 1. FC Köln. Die Partie (hier geht es zum Ticker) war noch keine zwei Minuten alt, da zeigten die Fans des FC, was das Feuerwerk-Regal alles hergegeben hatte. Die Kurve leuchtete, das RheinEnergie-Stadion war gehüllt in weißen Rauch. Schiedsrichter Patrick Ittrich musste ganze neun Minuten und 45 Sekunden lang unterbrechen.
Kommentator Wolff-Christoph Fuss, dessen Freundin zuletzt über ihre Erkrankung sprach, hatte mit Lothar Matthäus einen kompetenten Ansprechpartner an seiner Seite. Das Duo überbrückte die Wartezeit mit gewohnt lockeren Sprüchen – für sportliche Analysen war es ja noch viel zu früh. Die Spieler auf dem Rasen konnten nur warten, bis es weitergehen konnte. Und so überlegten Fuss und Matthäus, wie sich der Nebel denn schneller aus dem Stadion verziehen könnte.
Nebelschwaden bei Bayern vs. Köln – Wolff Fuss und Kollegen mit revolutionären Lösungsansätzen
Fuss merkte an: „Man sollte vielleicht mal für so einen Fall Windmaschinen erfinden, dass sie großflächig den Nebel bekämpfen.“ Matthäus antwortete: „Wir haben alle mögliche Technik, warum dann keine Windmaschinen? Ich glaube, das passt keinem Zuschauer, das passt keinem Spieler.“ Im RheinEnergie-Stadion jedenfalls war keine Maschine anwesend, es konnte also nur abgewartet werden.
Plötzlich meldete sich ein Wintersport-Star bei Matthäus, denn ihm kam eine zündende Idee. Der Weltmeister von 1990 verriet: „Ich habe gerade eine WhatsApp bekommen, von einem ehemaligen Weltmeister, aber im Skifahren. Er sagt: ‚Helikopter ins Stadion, Nebel weg‘. Auch ne Idee.“ Wer der besagte Ex-Ski-Champion aber war, wollte Matthäus nicht verraten.
So richtig begeistern konnte sich Fuss nicht für den Vorschlag, denn er grübelte lachend: „Also das große Gerät. Jetzt wird’s albern.“ Nach knapp zehn Minuten hatte es das Duo geschafft: Der Nebel verzog sich langsam, es konnte wieder Fußball gespielt werden. Ob die Unterbrechung die schwerfällige erste Halbzeit des FC Bayern begünstigte? Vielleicht wäre die Leistung mit einer Windmaschine ja ganz anders ausgefallen. (is)