Fünf Kandidaten treten für die Grünen bei der Wahl zum Bayrischzeller Gemeinderat an. Einen Bürgermeisterkandidaten gibt es aber nicht.
Bayrischzell – Einen Sitz im Bayrischzeller Gemeinderat haben die Grünen bei der Kommunalwahl 2020 erobert. Doch ziemlich genau ein Jahr nach der konstituierenden Sitzung waren sie ihn schon wieder los. Der Grund: Willy Kravanja erklärte im Mai 2021 seinen Austritt aus der Grünen-Partei, blieb aber als unabhängiges Mitglied dem Gremium treu. Nun packen die Grünen noch mal an. Fünf Kandidaten haben sich für einen Platz auf der Liste entschieden.
Spitzenkandidatin Doreen Kober und Klaus Hägler (Platz vier) seien bereits „alte Hasen“ bei den Grünen in Bayrischzell, heißt es in der Pressemitteilung zur Aufstellungsversammlung. Katrin Eymer, Dieter Große-Kreul und Marius Dupuis seien neu ins Team gekommen. „Wir freuen uns sehr, dass wir eine starke Liste aufstellen können“, betont Doreen Kober. Und Hägler ist überzeugt, dass die Kandidaten durch ihre „vielfältigen persönlichen Erfahrungen ein breites Themenspektrum abdecken“.
Breites Spektrum an Themen
Wichtig sind den Grünen Bayrischzell die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Einheimische, der Ausbau regenerativer Energien, Verkehrskonzepte für das Sudelfeld sowie die Gestaltung eines verträglichen, sanften Tourismus. „Uns ist es wichtig, dass wir uns auf eine zunehmend älter werdende Gesellschaft einstellen und uns bereits heute mit den Planungen für altersgerechtes Leben beschäftigen“, erklärt Eymer. Auf der anderen Seite des Altersspektrums dürfe man aber auch den Nachwuchs in der Gemeinde nicht vergessen und müsse den Bedarf an Kinderbetreuung sicherstellen.
Einen Bürgermeisterkandidaten stellen die Grünen nicht, weil sie Bayrischzell bei Amtsinhaber und CSU-Kandidat Georg Kittenrainer „in guten Händen“ sehen. Laut Große-Kreul wünschen sich die Kandidaten aber eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung im Sinne eines direkten Bürgerdialogs in Bayrischzell. Gerade in der Kommunalpolitik müssten pragmatische Lösungen gefunden werden – auch über Parteigrenzen hinweg, wie Dupuis betont: „Wir handeln in dem Bewusstsein, dass Weltpolitik vor Ort beginnt.“