Unfälle durch Tief „Gunda“: Massenkarambolagen im Freistaat – Kind (4) in Oberbayern schwer verletzt

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Tief „Gunda“ sorgt für dramatische Unfälle in Bayern. Bei einer Massenkarambolage in Oberfranken wurden 13 Menschen verletzt, zwei davon schwer. Auch Kinder wurden verletzt.

München - Tief „Gunda“ hatte Bayern fest im Griff und sorgte für dramatische Szenen auf den Straßen. Bei Glatteis und spiegelglatten Fahrbahnen kam es zu zahlreichen Unfällen mit Verletzten - darunter auch Kinder. Selbst Streufahrzeuge kamen an ihre Grenzen.

Tief „Gunda“ sorgt für Winterwetter und Glatteis: Zahlreiche Unfälle in Bayern

Bei Winterwetter und Glatteis durch Tief „Gunda“ ist es im Freistaat zu zahlreichen Polizeieinsätzen gekommen. Etliche Menschen wurden bei Unfällen auf den bayerischen Straßen verletzt, mehrere von ihnen schwer, wie die Polizeien mitteilten. Darunter seien auch Kinder. Überdies meldeten die Beamten viele Blechschäden, teils mit hohen Summen.

Eisregen in Bayern
Die Straßen in Bayern waren teils spiegelglatt. © Armin Weigel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Lichtenfels ereignete sich eine der schwersten Massenkarambolagen der Nacht. 18 Autos, ein Lastwagen und sogar ein Streufahrzeug krachten auf einer Bundesstraße ineinander. 13 Menschen wurden dabei verletzt, zwei von ihnen schwer. Die Straße war so glatt, dass die Streufahrzeuge kaum von der Stelle kamen. Zehn Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Noch dramatischer war die Situation auf der Autobahn 9 bei Bayreuth. Dort meldete die oberfränkische Polizei neun separate Unfälle mit insgesamt 39 beteiligten Fahrzeugen, darunter mehrere Lastwagen. Das Eis auf der Fahrbahn war bis zu zwei Zentimeter dick, schätzte ein Polizeisprecher.

Heftiger Unfall auf der A9: Schaden wohl bei mindestens einer Million Euro

Der größte Einzelunfall war ein Auffahrunfall mit mehreren Autos und Lastwagen auf der A9. Sechs Menschen wurden dabei verletzt, einer von ihnen schwer. Die Polizei schätzt den Schaden auf mindestens eine Million Euro. Auch in Niederbayern zählten die Beamten seit Montagabend mindestens 18 Unfälle auf spiegelglatten Straßen, bei denen fünf Menschen leicht verletzt wurden.

Auch in Oberbayern rückten die Einsatzkräfte aus: Bei der Eisglätte seien etliche Fahrzeuge auf der Bundesstraße 20 an der Landesgrenze zu Österreich stecken geblieben. Zwei Lastwagen steckten in einer Kurve bei Bayerisch Gmain fest und blockierten damit die gesamte Straße, wie die Polizei berichtete. Erst nach etwa drei Stunden wurden die Sattelzüge befreit. Die Straßenmeisterei verteilte Streusalz.

Kleinkinder bei Unfall in Oberbayern verletzt

Besonders tragisch: Bei einem Frontalzusammenstoß in Oberbayern wurden sieben Menschen verletzt, darunter zwei vierjährige Kinder. Eines der Kinder erlitt schwere Verletzungen. Eine 32-Jährige war zuvor mit ihrem Auto in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten - vermutlich wegen der Glätte.

Der Deutsche Wetterdienst hatte am Montag für die Nacht erneut vor Glatteis der Stufe 3 von 4 gewarnt. Am Dienstag soll es noch in den östlichen und nördlichen Landesteilen zu Glatteis kommen. Im Laufe des Tages beruhigt sich aber auch dort die Lage: Steigende Temperaturen und Niederschläge sind in Aussicht. (Quelle: dpa) (kam)

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