Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker. Wolodymyr Selenskyj rechnet mit weiteren Russland-Schlägen. Die Verluste von Wladimir Putin steigen weiter.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Ukraine News: Ringen um Ende des Ukraine-Kriegs geht weiter – Scharfe Kritik an Russland wegen Oreshnik-Mittelstreckenrakete.
- Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Wladimir Putin verliert 950 Soldaten an einem Tag.
Kiew/Moskau – Mit Blick auf das Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs hat Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einer weiteren Eskalation des Konflikts durch Russland gewarnt. Am Montag sagte er: „Das Verhalten und die Rhetorik Russlands deuten in keiner Weise darauf hin, dass sie den Krieg beenden wollen oder sich darauf vorbereiten.“ Selenskyj drängte aus dem Grund darauf, dass ein Dokument über US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine zeitnah fertiggestellt werden müsse.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Der ukrainische Präsident sagte, er sei von den Kiewer Unterhändlern unterrichtet worden und es sei „viel erreicht worden“ hinsichtlich der Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs. Er merkte an, dass ein Zeitplan für weitere Treffen mit Vertretern von US-Präsident Donald Trump ausgearbeitet werde, ging aber nicht näher darauf ein. Ähnlich optimistisch klang Donald Trump, als er am Sonntag an Bord der Air Force One mit Reportern sprach: „Wir machen Fortschritte bei der Beendigung [des Krieges].“
Ukraine News: Ringen um Ende des Ukraine-Kriegs geht weiter
Ob es tatsächlich nennenswerte Fortschritte bei den Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs gibt, ist umstritten. Die Kyiv Post beruft sich auf einen hochrangigen westlichen Diplomaten, der zuletzt erklärte, dass „niemand Dynamik mit Lösung verwechseln“ solle. „Die politischen Signale sind real. Das Endergebnis ist es nicht“, sagte er demnach. Inmitten der angespannten Lage werden die Kämpfe im Ukraine-Krieg mit voller Härte weitergeführt.
Zuletzt hatte es Berichte über einen russischen Einsatz mit einer Oreshnik-Rakete gegeben. Der Kreml hatte den Einsatz der Mittelstreckenrakete mit ukrainischem Beschuss auf eine Residenz von Wladimir Putin begründet. Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats am Montag reagierte die stellvertretende US-Botschafterin, Tammy Bruce, nun mit deutlichen Worten auf den Einsatz der Waffe. „Wir verurteilen Russlands anhaltende und sich verstärkende Angriffe auf ukrainische Energieanlagen und andere zivile Infrastrukturen.“
Der Einsatz der Oreshnik-Rakete sei „eine weitere gefährliche und unerklärliche Eskalation dieses Krieges“, führte Bruce aus. UN-Untergeneralsekretärin Rosemary DiCarlo teilte dem Sicherheitsrat mit: „Die großangelegten Luftangriffe der Russischen Föderation gegen Zivilisten und kritische zivile Infrastruktur im ganzen Land haben zu entsetzlicher Zerstörung und großem Leid geführt. Während die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt sinken, hat die Russische Föderation ihre systematischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur verstärkt.“
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Putin nutzt Winter brutal aus
Wie dramatisch die Lage im Ukraine-Krieg ist, hatte sich zuletzt nach den russischen Angriffen auf die Region Kiew gezeigt. Während die Stadt mit anhaltenden Stromausfällen und den Minustemperaturen zu kämpfen hat, warnen Beamte und Energieexperten, dass die Infrastruktur der Stadt an ihre Grenzen stößt. Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko waren am 12. Januar noch immer etwa 800 Wohngebäude in der Hauptstadt ohne Heizung – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 6000 Gebäuden, die nach einem massiven nächtlichen Angriff am 9. Januar ohne Heizung waren.
Selenskyj hatte zuletzt deutliche Worte gefunden und vor weiteren Angriffen durch Russland gewarnt. Es gebe Geheimdienstinformationen, wonach Moskau erneut einen massiven Angriff vorbereite, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Dieser Angriff könne in den nächsten Tagen geschehen, sagte er und forderte die Menschen auf, den Luftalarm zu beachten. Russland wolle die Kälte ausnutzen.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen
Während die Kälte im Ukraine-Krieg weiter ein bestimmender Faktor bleibt, verfolgt Kiew weiter eine Strategie mit gezielten Angriffen. Der Gouverneur der russischen Oblast Rostow meldete am Morgen des 13. Januar einen Drohnenangriff auf die Region. In der Stadt Taganrog seien Explosionen zu hören gewesen. Unter anderem soll ein Drohnenwerk getroffen worden sein. Wie Astra berichtet, sollen in dem Werk Komponenten für Kampfdrohnen, Steuerungssysteme und Ausrüstung für die elektronische Kampfführung hergestellt werden.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg sind derweil in den vergangenen 24 Stunden weiter deutlich gestiegen. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook mitteilt, hat die Armee von Wladimir Putin zuletzt 950 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Seit Ausbruch der Kämpfe am 24. Februar 2022 hat Russland demnach 1.220.950 Soldaten verloren. Zudem wurden 11.544 Panzer, 23.899 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 36.024 Artilleriesysteme zerstört. (fbu mit Agenturen)