Trotz Holz-Debatte: Die Kreisräte geben grünes Licht für Schul-Fassade

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Bald geht es richtig rund beim Bau des neuen Freisinger Berufsschulzentrums. Derzeit liegt man sogar unter den ersten Kostenschätzungen. © Schulz & Schulz Architekten

Die Fassade des Berufsschulzentrums sorgte für Diskussionen im Kreisrat. Doch am Ende stimmten alle für unbehandeltes Lärchenholz.

Freising – Das war zu erwarten: Die geplante Fassadengestaltung des künftigen Berufsschulzentrums an der Wippenhauser Straße hat Diskussionsstoff geliefert. Die, wie es Matthas Hönig vom Architekturbüro Schulz & Schulz beschrieb, „horizontale Stulp-Brett-Schalung mit verdeckter Befestigung, Lärche, sägerau“, die im Lauf der Jahre einem natürlichen Verwitterungsprozess unterliegen werde, warf bei den Kreisräten so manche Frage auf.

Vor allem die Frage, ob man das Holz vorbehandeln solle, wurde diskutiert. Evelin Altenbeck (Grüne) sprach sich dafür aus, die Holzelemente nicht vorzubehandeln, da man sich dadurch Geld sparen könne und es eh nichts bringe. Die Fassade, die ansonsten vor allem durch Glaselemente geprägt wird, gefalle ihr im Übrigen sehr gut. Ihre Fraktionskollegin Eva Bönig fragte hingegen nach, ob es denn noch andere Varianten der Fassadengestaltung gebe, über die der Ausschuss entscheiden könne und solle. Hoch- und Tiefbauamtsleiterin Eva Franz antwortete, dass man das Thema schon noch einmal am 5. März auf die Tagesordnung setzen könne. Man dürfe aber schon auch erwarten, dass die vorgelegte Alternative „gut sein wird“.

Behandeltes oder unbehandeltes Lärchenholz, das war hier die Frage

Robert Scholz (FW), der sich als „alten Holzwurm“ bezeichnete, sprach sich auch für unbehandeltes Lärchenholz aus. Hans Sailer (FW) forderte einen Beschluss über das Aussehen der Fassade, weil in der Öffentlichkeit sicherlich Stimmen laut werden, die von einem „alten Stadel“ sprechen. Tobias Weiskopf (FDP) forderte die Vorgabe, dass das Projekt wirtschaftlich und nachhaltig sein müsse. „Dann müssen wir hier nicht über jedes Detail diskutieren.“ Landrat Petz fasste die Diskussion über diesen „architektonischen Leckerbissen“ so zusammen: „Alle wollen Lärche ohne irgendwas.“ Und so wurde dem Beschlussvorschlag einstimmig grünes Licht erteilt.

Die Lkw rollen schon an der Wippenhausener Straße

Der freilich umfasste vor allem, dass die Kreisräte den Sachstandsbericht zustimmend zur Kenntnis nehmen und das nächste große Ausschreibungspaket III freigeben sollten. Projektsteuerer Helmut Grepmair hatte zuvor dargelegt, dass man derzeit 0,7 Millionen Euro unter der Kostenberechnung von 157,9 Millionen Euro liege, dabei aber das gute Ausschreibungsergebnis für den Rohbau mit acht Prozent unter der Kostenberechnung noch nicht eingearbeitet sei. Während also schon Paket III (Dachabdichtung, Fassadenarbeiten, Sanitär und Heizung) in die Ausschreibung geht, beginnen an der Wippenhauser Straße die Lkw, den Aushub abzutransportieren. „Jetzt geht es dann richtig rund“, so Grepmair.