Die Ismaninger Schäffler tanzen auf dem Oßwald-Hof in Günding

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Eindrucksvoller Auftritt: Die Schäffler aus Ismaning tanzten in Günding. © ri

Rund 120 Gäste erlebten den seltenen Schäfflertanz bei Glühwein und Gulaschsuppe. Die Tradition findet nur alle sieben Jahre statt.

Günding – Am vergangenen Sonntagabend wurden die Ismaninger Schäffler auf dem Bauernhof von Erich Oßwald in Günding mit großer Vorfreude empfangen. Schon vor ihrem Eintreffen gegen 17 Uhr konnte das Publikum den Abend genießen: So waren zwei fassartige eiserne Tonnen aufgebaut, in denen ein Feuer brannte. Eine dieser Eisentonnen diente als Grill für Würstchen. Außerdem gab es eine hausgemachte Gulaschsuppe mit Brot und Semmeln. Auch für Getränke war gesorgt: Neben Bier gab es Glühwein und Kinderpunsch. Die Stimmung unter den rund 120 Gästen war entsprechend gut, als dann gegen 18.30 Uhr die etwa 30 Mann starke Schäffler-Gruppe eintraf.

Der Schäfflertanz ist ein ursprünglich in München entstandener Tanz der Zunft der Fasshersteller, der sich ab etwa 1830 über München hinaus im altbayerischen Raum ausbreitete. Die verschiedenen Tänze heißen beispielsweise „Schlange“, „Laube“, „Kreuz“ und „Krone“. Der Höhepunkt und gleichzeitige Abschluss ist das sogenannte Reifenschwingen. Die typische Schäfflertracht ist durch schwarze Schuhe, weiße Kniestrümpfe, eine schwarze Kniebundhose, ein Schurzleder, eine rote Jacke und eine grüne Kappe mit weißem Federbusch gekennzeichnet.

Zuschauer waren begeistert

Neben der eigentlichen Tanztruppe gibt es auch sogenannte Spaßmacher oder Kasperl, die das Publikum zum Klatschen animieren. Das wäre allerdings in Günding kaum nötig gewesen, denn die Zuschauer vor Ort waren ohnehin begeistert. Traditionell wird der Schäfflertanz im Abstand von sieben Jahren während der Faschingszeit aufgeführt. Gegen Ende der Darbietung wünschten die Schäffler in Form eines Trinkspruchs insbesondere der Familie Oßwald für die Zukunft alles Gute.

Dass Familie Oßwald den großen organisatorischen Aufwand in Kauf nimmt, hat auch persönliche Gründe: So sind unter den Tänzern auch zwei ehemalige landwirtschaftliche Lehrlinge. ri

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