„Da kommt man ohne Allrad gar nicht hoch“ – Anwohner kritisieren späte Räumung der Nebenstraßen

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„Da kommt man ohne Allrad gar nicht hoch“ – Anwohner kritisieren späte Räumung der Nebenstraßen

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Schneepiste: Fahrten am Flaringer Berg in Taufkirchen waren auch am Montagmittag ein Rutschabenteuer. © Tobias Fischbeck

Der Bauhof verteidigt sein Vorgehen bei der Schneeräumung in Taufkirchen. Doch Anwohner beklagen unpassierbare Straßen auch noch am Montagmittag.

Taufkirchen – Starker Schnee und Eiseskälte – das sind die Bilder der vergangenen Tage. Die Räumfahrzeuge sind gut beschäftigt und überall unterwegs, doch laut einiger Augenzeugen eben auch nicht. Lesern zufolge kamen etwa in Taufkirchen am Sonntag die Räumfahrzeuge erst gegen 10 Uhr morgens in die Nebenstraßen – und das ohne zu streuen.

„Wir können ja nicht erwarten, dass jede Seitenstraße so früh geräumt wird“, hieß es seitens des Taufkirchener Bauhofs. Denn würde gleichzeitig geräumt und gestreut, bräuchten die Fahrzeuge sieben bis acht Stunden für eine Fahrt. Insgesamt sieben Fahrzeuge seien in diesen Stunden unterwegs gewesen, zusätzlich ein Kleinfahrzeug und Mitarbeiter, die mit der Hand geräumt hätten. Ab 3 Uhr seien die Fahrzeuge jeweils losgefahren.

Infrastrukturell wichtig: Haupterschließungsstraßen - Kleinere Straßen können laut Bauhof auch mal länger dauern

Die Haupterschließungsstraßen würden vorgezogen, denn sie seien infrastrukturell wichtiger. Da könne es schon mal passieren, dass es auf den kleinen Straßen etwas länger dauern würde. Auch Salz-Sole-Gemisch habe man noch genug. Neben der Halle, in der 250 Tonnen aufbewahrt würden, gebe es ein Silo, das 100 Tonnen fasse. Für eine Fahrt werden laut Bauhof 12 bis 13 Tonnen benötigt. Anschließend werde sofort nachbestellt.

Flaringer Berg „eigentlich unpassierbar“ – Straßen schwer befahrbar

Allerdings monieren Anwohner in Taufkirchen, dass selbst am Montagmittag etliche Straßen nur schwer befahrbar gewesen seien. Der Flaringer Berg sei „eigentlich unpassierbar. Da kommt man ohne Allrad gar nicht hoch“, so ein Taufkirchener.