Immer mehr Stammspieler des TSV 1860 fallen mit Muskelproblemen aus. Trainer Kauczinski sucht nach den Ursachen für die Serie.
München – Vor einigen Jahren, noch unter Geschäftsführer Günther Gorenzel, entschieden die Löwen, Details zu Verletzungen geheim zu halten – ähnlich wie im Eishockey, wo nur von Ober- oder Unterkörper die Rede ist. Gorenzel begründete das mit Datenschutz.
Trotzdem sickert einiges durch – besonders die Häufung muskulärer Ausfälle. Allein in Belek erwischte es drei potenzielle Stammspieler: Kapitän Jesper Verlaat, gerade von langer Pause zurück, Manuel Pfeifer – und Sean Dulic, der jetzt einen MRT-Termin hatte. Alle drei fallen sicher für den Rückrundenstart gegen Essen aus.
Kauczinski untersucht Verletzungsmysterium beim TSV 1860 München
Nicht alle Verletzungen sind Pech: Sigurd Haugen etwa erlitt einen Kieferbruch, als er in Ingolstadt nicht schnell genug bremste. Auffällig bleibt jedoch die Zahl muskulärer Geschichten. Auch Trainer Markus Kauczinski rätselt. „Ich versuche ein Muster zu finden“, sagte er im BR: „Es waren auch Wettkampfverletzungen dabei, ein, zwei Sachen von Rekonvaleszenten. Sean Dulic war ein bisschen unachtsam, nach einer halben Stunde merkte er, da macht etwas zu. Er wollte es über die Zeit bringen, schaffte es aber nicht. Es gibt nicht das eine Muster.“
Beinahe hätte sich auch Maximilian Wolfram in die Liste eingereiht. Beim Test gegen Winterthur (4:1) eingewechselt, traf er prompt – humpelte aber vorzeitig vom Feld, weil der Muskel streikte. Der TSV 1860 München beendete das Spiel in Unterzahl. Zufall? Kauczinski räumt der Ursachenforschung nun höchste Priorität ein: „Wir hinterfragen das schon, haben es aber noch nicht gefunden.“