Söhne von Radsport-Ikone Jan Ullrich starten bei deutschen Meisterschaften
Einst dominierte Jan Ullrich den Radsport. Nun nahmen zwei seiner Söhne an den deutschen Meisterschaften teil und führen so das Vermächtnis des Vaters fort.
Bensheim – Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm. So ist es auch im Haushalt Ullrich. Mit nur 23 Jahren feierte Radsport-Ikone Jan Ullrich den Titel bei der Tour de France und verzeichnete seinen Namen in den Geschichtsbüchern des Sports. Nun gingen seine beiden Söhne Benno und Toni auf den Spuren des Vaters bei den deutschen Meisterschaften an den Start.
Beim Radcross-Event präsentierte sich der 52-Jährige als Zuschauer. Während Benno in der U17-Klasse fuhr, reihte sich Toni ins Startfeld der U15 ein. Leider war das Rennen der beiden Ullrich-Söhne nicht von Erfolg gesegnet. Beide schafften es nicht auf die vorderen Plätze, Benno musste seinen Auftritt sogar aufgrund eines Sturzes beenden.
Jan Ullrich beobachtet seine Söhne bei den deutschen Meisterschaften
Nichtsdestotrotz zeigte sich Jan Ullrich mit der Leistung seiner beiden Söhne mehr als zufrieden. „Sie sind gut gefahren. Ich als Vater bin natürlich stolz“, sagte der Olympiasieger von 2000 gegenüber dem Hessischen Rundfunk. Bei dem Anblick seines Nachwuchses bei der deutschen Meisterschaft im Radcross wird die Radsport-Ikone, die nach einem schweren Unfall wieder bei vollen Kräften ist, nostalgisch.
So erinnert er sich selber noch gut an seine Zeit als aufstrebender Rad-Profi und sieht auch Parallelen zu Benno und Toni. „Ich bin vor 35 Jahren tatsächlich auch Cyclocross gefahren bis zur Weltmeisterschaft mal, ein fünfter Platz. Und jetzt sind meine Söhne am Start“, freut sich der Tour-de-France-Sieger von 1997.
Für ihn sei vor allem die Hauptsache, dass seine Jungs Spaß gehabt hätten. Zusätzlich ist es für den zweifachen Weltmeister im Einzelzeitfahren ein ganz klares Zeichen: Seine Söhne sind nun offiziell in die Fußstapfen des Vaters gefolgt und führen den Radsport in seiner Familie weiter. „Ich habe den Staffelstab weitergegeben“, ergänzt der 52-Jährige. (seb)