Panne bei Plakatierung: Ein Wahlplakat von Monika Schwind hängt in Ulm

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Falsche Stadt: Ein Wahlplakat von der Freisinger OB-Kandidatin Monika Schwind (FSM) wurde an eine Litfaßsäule in Ulm geklebt. © Südwestpresse/Facebook

Monika Schwind will Oberbürgermeisterin in Freising werden. Die FSM-Kandidatin plakatiert deshalb fleißig. Ein Plakat wird ihr wohl keine Stimmen bringen. Warum? Weil es in Ulm hängt.

Freising – Es ist ein Rätsel: 130 Kilometer von Freising entfernt prangt ein riesiges Wahlplakat an einer Litfaßsäule in Ulm. Darauf zu sehen ist das Konterfei von Monika Schwind, der Oberbürgermeisterkandidatin der Freisinger Mitte, die am 8. März für Stimmen für sich wirbt. Nun können die Ulmer natürlich nicht für Schwind abstimmen, und Schwind führt auch kein kommunalpolitisches Doppelleben. Der dort amtierende OB Martin Ansbacher (SPD) muss sich also keine Sorgen machen.

Fast schon skurril: Am 8. März wird auch in Ulm gewählt. Aber weil die Stadt zu Baden-Württemberg gehört, sind dort die Bürger an jenem Tag für die Landtagswahl an die Urnen gerufen. Dafür aber kandidiert Monika Schwind nicht, wie sie dem Freisinger Tagblatt auf Nachfrage lachend versichert.

Fehler liegt wohl bei Plakatfirma

Wie es zu dem Versehen kommen konnte, ist noch nicht ganz geklärt. Der Fehler dürfte aber bei der beauftragten Plakatfirma liegen.

Darauf deuten klar zwei Fakten hin: Zum einen stammen die anderen beiden Plakate, die zusammen mit der Wahlwerbung für Monika Schwind auf der Litfaßsäule an der Ulmer Olgastraße angebracht sind – ein Fitnessstudio wird da beworben –, ebenfalls von besagter Firma, sodass sich da eines verirrt haben dürfte. Zum anderen fehlt in Freising eines der Großplakate für die FSM-Kandidatin an der Litfaßsäule Ecke Bahnhofstraße/Fabrikstraße/Gartenstraße, wo nur zwei Plakate angebracht sind, der Platz für ein drittes FSM-Plakat hingegen leer ist.

Monika Schwind geht auf jeden Fall davon aus, dass das fehlende Plakat nach Freising nachgeliefert wird. Schließlich habe sie keinerlei Ambitionen auf den Chefsessel im Ulmer Rathaus, wie sie augenzwinkernd erklärt. Denn, so Schwind gegenüber der Südwest Presse: Sie kenne Ulm, finde es auch schön dort, wolle aber doch lieber Oberbürgermeisterin in Freising werden. Trotzdem, so Schwind zum FT, „ist es doch schön, wenn sich die Ulmer über mein Plakat freuen“.

Und auch FSM-Fraktionsvorsitzender Reinhard Fiedler, der sich um die Plakate gekümmert hat, nimmt’s mit Humor: „Wir probieren halt alles.“ Auch er geht nach einem Telefonat mit der Firma davon aus, dass die fehlende Wahlwerbung in Freising noch angebracht wird.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/freising/freising-ort28692/ein-wahlplakat-von-fsm-kandidatin-monika-schwind-haengt-in-ulm-94119254.html