Das ist ein ruhiges Ausflugsziel in Deutschlands Natur

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In Rheinland-Pfalz, abseits vom Massentourismus, erhebt sich eine gigantische und seltsame Felsformation. Sie entführt Wanderer in märchenhafte Welten.

Stuttgart – Dieser Geheimtipp führt nach Rheinland-Pfalz und stammt vom Magazin Reisereporter: Im Landkreis Südwestpfalz bei Hinterweidenthal durchbricht ein monumentaler Steinkoloss das grüne Blätterdach: der Teufelstisch, der auf einem Bergrücken steht. Vierzehn Meter reckt sich die bizarre, mystisch wirkende Felsformation gen Himmel.

Der Felsen Teufelstisch bei Hinterweidenthal im Pfälzerwald hat die Form eines riesigen Tischs.
Am Teufelstisch soll einer Sage nach der Teufel gespeist haben. (Archivbild) © IMAGO / Dreamstime

Ihr Material stammt aus der Buntsandstein-Epoche vor 250 Millionen Jahren. Damals entstanden in wüstenähnlichem Klima Gesteinsschichten unterschiedlicher Härte. Über die Zeit wurden die weicheren Lagen vom Wind abgetragen und vom Regen abgewaschen, während die härtere Kappe standhielt. So entstand das pilzförmige Naturwunder, das aussieht, als hätte ein Riese seinen Esstisch im Wald vergessen.

Als sich der Teufel aus Felsen einen Tisch baute

Eine Volkserzählung erklärt die Entstehung des Felsens auch so ähnlich. Laut der Sage habe der Teufel sich „erquicken“ wollen, aber keine Rastmöglichkeit entdeckt und deshalb zwei Felsen zum Tisch umfunktioniert. Weiter berichtet die alte Geschichte von einem Mann, der scherzhaft prahlte: „Ich werde heute Nacht dorthin gehen und mit dem Teufel zusammen essen.“ Daraufhin sei er aufgebrochen und wurde nie mehr gesehen.

Anfahrt und Waldspaziergang

Der Teufelstisch ist eines der schönsten Ausflugsziele im Pfälzerwald. Besucher erreichen es über die Bundesstraße 10 und parken am Fuß eines bewaldeten Hanges. Ein schmaler Pfad führt durch dichtes Unterholz bergauf. Nach 300 Metern und 50 Höhenmetern öffnet sich plötzlich der Wald und gibt den Blick frei auf den steinernen Giganten – ein Moment zum Staunen, selbst für erfahrene Naturfreunde.

In der Umgebung stehen weitere Felswunder: Fünf Kilometer entfernt befindet sich der Salzwooger Teufelstisch, ebenfalls ein Pilzfelsen aus Buntsandstein. Näher liegen die Teufelsschmiede – ein ambossförmiger Felsen – und die noch fantastischer wirkende Teufelsküche. Sie sieht aus wie ein gewaltiger Steintisch mit darum herumliegendem „Kochgeschirr“: Ein Felsen erinnert an einen riesigen Topf, ein anderer ähnelt einem Kochlöffel. All diese Steingebilde entstanden durch denselben geologischen Prozess, bei dem härtere Gesteinsschichten der Erosion widerstanden, während weichere Bereiche verschwanden.

Idyllischer Blick vom Teufelstisch auf den Ort Hinterweidenthal. (Archivbild)
Idyllischer Blick vom Teufelstisch aus auf den Ort Hinterweidenthal. (Archivbild) © Wikipedia/Dguendel

Ausgezeichnetes Naturdenkmal

Der Teufelstisch ist eines der Wahrzeichen des Pfälzerwaldes, das die Fachwelt im Jahr 2006 mit dem Titel „Nationaler Geotop“ würdigte. Bei einer bundesweiten Publikumswahl drei Jahre später eroberte der Teufelstisch Rang sieben in den Top 10 der deutschen Naturwunder.

Das schönste Bild bietet er übrigens, wenn die Abenddämmerung hereinbricht. Dann taucht ihr warmes Licht den riesigen, grau-rötlichen Stein in leuchtende Orangetöne.

Der Pfälzerwald gilt übrigens als eine der besten Regionen Deutschlands für einen Wellness-Urlaub, worüber unsere Redaktion hier berichtet hat.

(Verwendete Quellen: Reisereporter, eigene Recherche.)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/deutschland/rheinland-pfalz/das-ist-ein-ruhiges-ausflugsziel-in-deutschlands-natur-94118560.html