Crans-Montana: Neuer Bericht enthüllt wahre Todesfalle – Karte zeigt „verborgene Bar“

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Neue Ermittlungen zeigen, wo 34 der 40 Todesopfer von Crans-Montana starben. Außerdem wurde der Aufbau der Bar rekonstruiert.

München – Die Silvesternacht in Crans-Montana sollte ein Fest werden – doch sie endete im Inferno. Während die Schweiz noch immer um die 40 Todesopfer der Brandkatastrophe trauert, kommen jetzt schockierende Details ans Licht: Die meisten Menschen starben offenbar nicht durch das Feuer selbst, sondern beim verzweifelten Kampf um ihr Leben auf einer viel zu schmalen Treppe.

Beim Brand in der Bar „Le Constellation“ starben 40 Menschen. © Philipp von Ditfurth/picture alliance/dpa/Screenshot

Ein internationales Ermittlerteam untersuchte am 4. Januar die Bar Le Constellation. Was sie fanden, übertrifft die schlimmsten Befürchtungen: Am Fuße der Treppe sollen 34 Leichen gestapelt gefunden worden sein, berichten mehrere Medien, darunter das Schweizer Nachrichtenportal blick.ch.

Crans-Montana: Verengte Treppe wurde zur Todesfalle – Neue Details erschüttern

Die Treppe, die einst drei Meter breit war, hatte Barbetreiber Jacques Moretti laut Berichten bei Umbauarbeiten 2015 auf nur noch 1,37 Meter verengt. In der Panik der Brandnacht wurde dieser Engpass zur tödlichen Falle – 34 der 40 Opfer erstickten oder wurden zu Tode gedrückt, bevor sie das rettende Erdgeschoss erreichen konnten.

Die Rekonstruktion des Schweizer Senders SRF zeigt außerdem: Hinter der Hauptbar existierte eine weitere, kleinere Bar namens „Le Clandestin“ – übersetzt „die Verborgene“. Ob dieser Bereich in der Unglücksnacht geöffnet war und Menschen dort eingeschlossen wurden, ist noch unklar. Videos aus der Brandnacht belegen: Das grüne Notausgangsschild zur Treppe war nicht beleuchtet. Der Betreiber der Katastrophen-Bar gestand, dass der Notausgang sogar verschlossen war.

Barbetreiber nach Brand in U-Haft – Ermittlungen auch gegen Gemeinde Crans-Montana

Jacques Moretti sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Ihm und seiner Frau Jessica werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Brandverursachung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen die Gemeinde Crans-Montana, die jahrelang auf Sicherheitskontrollen verzichtet hatte. 116 Menschen wurden bei der Katastrophe verletzt, 80 befinden sich noch immer in Krankenhäusern. Die Opfer kamen aus der Schweiz, Italien, Frankreich, Portugal, Rumänien und Belgien – die Hälfte von ihnen war noch minderjährig. (Quellen: SRF, blick.ch) (kiba)

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