Sonntagabend, 20:15 Uhr – und wie immer heißt es: Einschalten, wenn der „Tatort“ wieder seinen Platz im TV-Programm einnimmt. Heute, am 11. Januar 2026, ermitteln die Kölner Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk im neuen Fall mit dem Titel „Die Schöpfung“. Die ARD zeigt die Folge wie gewohnt im Ersten, und die „Tatort“-Fans im Netz haben bereits wenige Minuten nach Sendestart fleißig ihre ersten Urteile gefällt – von spontaner Begeisterung bis harscher Kritik ist alles dabei.
Harte Kritik am Köln-„Tatort“: „Was soll das?"
Schon früh während der Ausstrahlung melden sich zahlreiche Zuschauer in den sozialen Netzwerken zu Wort. Vor allem das Opern-Setting des aktuellen „Tatorts“ sorgt für Diskussionen. Mehrere Nutzer reagieren deutlich kritisch und zeigen wenig Geduld mit der Kulisse. So schreibt ein Zuschauer: „Ich bin schon wieder auf dem Absprung beim 'Tatort'. Die sind alle nicht ganz dicht. Neulich der Quatsch mit dem bayerischen Theater und heute die Kölner Oper.“
Ein anderer zieht direkte Parallelen zum letzten Münchner „Tatort“, der ebenfalls heftig kritisiert wurde und kommentiert: „Das sieht aus wie der letzte 'Tatort' aus München: nur mit Oper statt Theater. Was soll das? Wer will das?“
Auch Inszenierung und Atmosphäre stoßen nicht bei allen auf Zustimmung. Kommentare wie „Das Opernambiente nervt sehr“ oder „Irgendwie komme ich nicht so wirklich rein“ verdeutlichen, dass sich ein Teil des Publikums mit dem Zugang zur Folge schwertut. So findet auch eine Nutzerin: „Zu viele Musikgenres durcheinander... Hab jetzt schon Kopfschmerzen“. Einzelne Zuschauer äußern zudem ironisch: „Ohne Ton geht’s eigentlich.“
Positive Stimmen: Fans loben den Köln-„Tatort“ für die visuelle Umsetzung
Daneben gibt es jedoch auch positive Stimmen, die insbesondere die visuelle Umsetzung hervorheben. So heißt es in einem Kommentar: „Also die Bilder und Kamerafahrten heute in 'Tatort' sind bislang toll. Manche Dialoge überraschend. Ob sich die Story auch entwickelt, muss sich noch zeigen. Bislang aber bleibe ich dran.“ Ein anderer Nutzer zeigt sich insgesamt optimistisch und schreibt: „Das scheint eine tolle Geschichte zu sein.“
Trotz der von einigen kritisierten Ähnlichkeit zur Münchner Theater-Folge sehen manche Zuschauer gerade in der Oper einen Reiz. Kurz und knapp heißt es dort: „Coole Kulisse.“
Ende letzten Jahres gab es einen absoluten Quoten-Flop für den „Tatort“ aus Wiesbaden.
Die Handlung von „Tatort: Die Schöpfung“
Der aktuelle „Tatort“ führt Ballauf und Schenk in ein Kölner Opernhaus. Während der Endproben zur Premiere von Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ wird eine Mitarbeiterin der Requisite tot aufgefunden. Die Frau wurde erschossen und auffällig in ein Kostüm gekleidet. Schnell geraten mehrere Personen aus dem Umfeld der Produktion ins Visier der Ermittler. Eine verschwundene Requisitenwaffe, interne Spannungen hinter den Kulissen und der enorme Premieren-Druck werfen Fragen auf. Als wenig später ein weiterer Mord geschieht, spitzt sich die Lage zu.
Das Opernhaus dient dabei nicht nur als Schauplatz, sondern als geschlossener Mikrokosmos mit eigenen Regeln, Hierarchien und Konflikten. Zwischen Sängern, Technikern und Verantwortlichen prallen unterschiedliche Interessen aufeinander, während Ballauf und Schenk versuchen, Ordnung in ein zunehmend unübersichtliches Geflecht aus Abhängigkeiten und möglichen Motiven zu bringen. Der „Tatort“ verbindet klassische Ermittlungsarbeit mit einem Blick hinter die Kulissen einer Welt, die für viele Zuschauer sonst verborgen bleibt.
Überraschungserfolg: Das war der beste „Tatort“ im Jahr 2025.