In Bielefeld sind in der Silvesternacht zwei junge Männer im Stadtteil Baumheide und kurz nach Mitternacht in Brake ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, starben die zwei 18-Jährigen unabhängig voneinander bei Explosionen selbstgebauter Sprengsätze.
Schwester meldet sich öffentlich zu Wort
Nach dem Tod eines der Opfer hat sich nun dessen Schwester Elora öffentlich zu Wort gemeldet. In einem Spendenaufruf auf Instagram erinnert sie an ihren Bruder.
"Mein Bruder wäre vergangenen Freitag 19 Jahre alt geworden, hat aber durch den Gebrauch illegaler Pyrotechnik sein Leben verloren. Unsere Familie ist immer noch sehr erschüttert und kann das Geschehene nicht begreifen. Wir möchten verhindern, dass auch andere Familien so eine Tragödie miterleben müssen und sind der festen Überzeugung, dass wir es nur schaffen, wenn wir Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft mehr Halt und Selbstbewusstsein schenken."
Familie spricht sich klar für ein Böllerverbot aus
Die Spenden sollen dem Abenteuerspielplatz Schelmeserweg in Bielefeld-Baumheide zugutekommen. Später erklärte Elora in den Kommentaren, dass ihr Bruder Gemeinschaft, Zusammenhalt und Freiheit geliebt habe. Mit der Unterstützung des Abenteuerspielplatzes wolle die Familie einen Ort fördern, an dem junge Menschen sich ausprobieren, Gemeinschaft erleben und Halt finden können.
Zwar spreche die Familie sich auch klar für ein Böllerverbot aus, ein Verbot allein reiche jedoch nicht aus. Entscheidend seien Aufklärung, Verantwortung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen.