Glücklicher Sieg des SC Riessersee in Lindau

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Wieder fit und erfolgreich: Luca Allavena schießt das erste Tor für den SCR in Lindau. © Andreas Mayr

Nicht das bessere, sondern das glücklichere Team gewinnt: Der SC Riessersee sichert sich drei wichtige Punkte mit dem 2:1-Auswärtssieg beim EV Lindau.

In den Pressekonferenzen nach den Spielen in der Eishockey-Oberliga Süd gibt sich Markus Jocher in der Regel sehr wortkarg. Der Coach des SC Riessersee fasst die jeweilige Partie stets in wenigen Sätzen zusammen. Wenn er mit seinem Team gewonnen hat, sind es ein paar mehr, wenn es eine Niederlage setzte, weniger. Seine Kollegen sind da oft auskunftsfreudiger. Nicht so Michael Baindl am Sonntagabend. Der Trainer der EV Lindau Islanders könnte mit seinem Statement einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt haben. „Kurz und knapp: Wir haben nicht die Tore geschossen, deswegen haben wir verloren.“ Baindl war bedient, Jocher froh über drei Punkte dank des 2:1-Auswärtssieges.

Lindau über 40 Minuten dominant

Denn die waren keinesfalls die logische Schlussfolgerung des Spielgeschehens. Aus Sicht des SCR glich die Partie mehr einem Kater nach der großen Sause. Die Gastgeber vom Bodensee waren über 40 Minuten das bessere, das dominantere Team samt Chancenplus. Die Weiß-Blauen hingegen leisteten sich diverse individuelle Fehler, verloren nach dem ersten Abschnitt den Faden und fanden ihn nicht mehr wieder.

SCR überträgt Euphorie aus dem Derby-Sieg

Dabei waren sie bestens gestartet, übertrugen die Euphorie aus dem rauschenden 7:4-Derbysieg am Freitag über die Tölzer Löwen in das Duell mit dem Tabellensechsten. Der wiedergenesene Luca Allavena nahm sich ein Herz von kurz hinter der blauen Linie – das 0:1. Gegen Ende des Abschnitts hatte dann Lindau scheinbar vergessen, was der goldene Helm symbolisiert. Die Gastgeber ließen Parker Colley ungehindert an der linken Bande entlang marschieren und dann abschließen. Zugegeben: Angesichts des Schusswinkels war mit einem Treffer kaum zu rechnen, doch sollte man den Kanadier, der damit sein Torekonto auf 19 hochschraubte, nicht so einfach ziehen lassen. Rächte sich beinahe ein zweites Mal, doch Colley ließ das 0:3 kurz vor der Pause liegen.

SCR-Goalie Mechel in bestechender Form

Damit hatte der SCR bereits die Vorgabe des Coaches umgesetzt. Dem hängt der erste Abschnitt in Selb (1:5 am Dreikönigstag) nämlich noch „in den Knochen“. Dennoch musste er hinterher resümieren: „Die ersten 20 Minuten waren gut, über die anderen 40 lässt sich streiten. Da sind wir vom Weg abgekommen.“ Mit der Pausensirene endete nicht nur das Drittel, sondern auch die souveräne Vorstellung seines Teams. Lindau übernahm die Kontrolle und prüfte immer und immer wieder die Leistungsstärke von Andreas Mechel im Gehäuse der Gäste. Die Weiß-Blauen durften hinterher froh sein, dass sich der Goalie derzeit in bestechender Form befindet. Nur ein einziges Mal – in Minute 28 – musste er sich geschlagen geben. Dabei wurde der Puck von einem Schlittschuh perfekt auf den Schläger von Fabian Bassler umgeleitet.

Lindaus Pech ist Riessersees Glück

Es blieb aber die einzige Szene dieser Art, den Rest der Partie blieben die Islanders vom Pech verfolgt, weshalb Jocher im Anschluss auch von „sehr viel Glück“ sprach. So wie kurz vor Schluss, als Colley in eigener Überzahl auf die Strafbank wanderte und Lindau wenig später ein Tor forderte. Doch per Videobeweis wurde den Gastgebern der späte Ausgleich verwehrt.

Damit war der Auswärtscoup der Werdenfelser perfekt und Coach Jocher zufrieden gestellt. Er weiß, dass es in der Situation des SCR nicht an jedem Spieltag Glanz braucht wie im Derby. Einzig Punkte sind wichtig, „um aus dem Strudel herauszukommen“.

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