Dayot Upamecano und der FC Bayern München. Ein Poker um eine Verlängerung, der komplizierter kaum sein könnte. Max Eberl wartet weiterhin auf grünes Licht.
München – Der Poker um Dayot Upamecano geht in die entscheidende Phase. Während die Spekulationen um eine Vertragsverlängerung des französischen Innenverteidigers beim FC Bayern immer lauter werden, hält sich Sportvorstand Max Eberl vor dem Bundesliga-Rückrundenauftakt gegen Wolfsburg bedeckt – und macht gleichzeitig deutlich, wie wichtig der 27-Jährige für die Zukunft der Münchner ist.
„So lange Dayo uns noch nicht das grüne Licht gegeben hat, können wir gar nichts sagen“, erklärte Eberl am Sonntag vor dem Duell der Münchner mit Wolfsburg am Spielfeldrand und dämpfte damit die Erwartungen auf eine schnelle Lösung. Der Sportchef zeigte sich sichtlich genervt von den anhaltenden Spekulationen: „Was um uns rum geschrieben wird, was man irgendwo vielleicht hätte gehört haben können – was weiß ich, wie viel Konjunktive.“
Upamecano hat laut Eberl alles bereit zur Verlängerung
Die Fakten sind klar: Upamecano hat noch nicht zugesagt. Sein Vertrag läuft 2026 aus, die Bayern wollen unbedingt verlängern. „Er hat noch nicht zugesagt, aber er hat alles auf dem Tisch“, bestätigte Eberl, ohne Details zu nennen. Doch seine Worte verraten, welchen Stellenwert der Franzose in der Vereinsplanung hat: „Wie gesagt, unser großer Wunsch wäre es – es wäre ein großer Garant in den nächsten Jahren für den FC Bayern.“
Als Eberl nach weiteren Details, wie einer Ausstiegsklausel, gefragt wurde, blockte er ab: „Wir haben den Konjunktiv, ob er unterschreibt, noch nicht abgeschlossen – da soll ich schon wieder über den nächsten Konjunktiv reden? Warten wir ab, Schritt für Schritt.“ Upamecano, der 2021 für 42,5 Millionen Euro von RB Leipzig nach München wechselte, hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einem Leistungsträger entwickelt. In dieser Saison stand er in 18 von 19 Pflichtspielen in der Startelf und ist aus der Innenverteidigung nicht mehr wegzudenken.
Die Zurückhaltung der Bayern-Bosse deutet darauf hin, dass die Verhandlungen weiterhin komplizierter verlaufen als erhofft. Möglicherweise pokert Upamecano um bessere Konditionen oder liebäugelt sogar mit einem Wechsel. Für die Münchner wäre ein Abgang des Franzosen ein herber Verlust – sportlich wie finanziell. Eberls Geduld wird auf eine harte Probe gestellt. Doch der erfahrene Funktionär weiß: In solchen Verhandlungen entscheiden oft die letzten Prozent. (tb)