Hape Kerkeling ist ein gefeierter Entertainer, der als Autor, Regisseur und Darsteller zahlreiche Kino- und Fernsehfilme inszeniert hat. Ab dem 15. Januar kehrt Kerkeling auch auf die Kinoleinwand zurück. Trotz seines Erfolgs sieht er sich im Netz regelmäßig Hass und Bedrohungen ausgesetzt – und fordert deshalb jetzt ein konsequenteres Durchgreifen der Politik.
Hape Kerkeling: „Andauernd“ Hass und Bedrohungen im Netz
Im Netz Hass und Drohungen ausgesetzt zu sein, gehört für Hape Kerkeling, der sich gerade über die Ampel-Regierung in Rage sprach, offenbar zum Alltag. Auf die Frage, ob er schon einmal in einen Shitstorm geraten sei, sagt der 61-Jährige in einem Interview mit dem „Playboy“: „Andauernd! Weil ich mich – auch ungefragt – zu politischen Themen äußere, was nicht gerne gesehen wird, aber mich nicht interessiert.“
Relevant wird es für ihn erst, „wenn der Staatsschutz aktiv werden muss, weil wieder irgendein Dödel meint, er muss mich persönlich bedrohen.“ Das erlebt Kerkeling nach eigenen Worten bereits oft. „An die Bedrohungen habe ich mich schon gewöhnt“, so der Komiker.
Der Gesetzgeber habe laut Kerkeleing leider noch keine Möglichkeiten geschaffen, das ordnungsgemäß zu unterbinden. „Zum Beispiel, dass Internet-Plattformen E-Mail-Adressen von Leuten herausgeben müssen, die andere bedrohen. Wir sind da noch wie im Wilden Westen.“
Hape Kerkeling: „Da muss ich aufpassen, dass mir nicht der Geduldsfaden reißt“
Für Hape Kerkeling entstehen Shitstorms oft aus gesellschaftlichen Diskussionen, die im Netz schnell eskalieren. „Ich verhake mich immer dann in Diskussionen, wenn mein Gegenüber – und das können Freunde oder Verwandte sein – an sogenannten alternativen Fakten festhält.“ Dabei handele es sich um Dinge, die nachweislich falsch seien, aber beharrlich als Argument ins Spiel gebracht würden.
„Da muss ich aufpassen, dass mir nicht der Geduldsfaden reißt, denn für ein Gespräch braucht man eine gemeinsame Basis der Wahrheit“, erklärt Kerkeling. Menschen, die vehement falsche Dinge behaupten, könne man nur mit einer gewissen Konsequenz und Schärfe begegnen. Wegzudrehen, sei ihm vom Charakter her nicht gegeben. „Es gibt diesen Galileo-Moment in mir: Die Erde dreht sich um die Sonne, das ist Fakt. Ich habe ein großes Wahrheitsbedürfnis, darunter leidet dann mein Harmoniebedürfnis.“
Erst vor Kurzem sorgte sich Hape Kerkeling über die politischen Verhältnisse.