"Ja, wir können das": Ukraine kann angeblich Gespräche direkt im Kreml abhören

Der ukrainische Geheimdienst besitzt laut eigenen Angaben die Fähigkeit, Gespräche zwischen hochrangigen Beamten des Kreml abzuhören. Das bestätigte Kyrylo Budanow, Leiter des Militärnachrichtendienstes der Ukraine, in einem Gespräch mit "RBC". "Ja, wir können das. Dafür werden wir bezahlt", sagte Budanow.

Hat die Ukraine Mitschnitte von Gespräch mit Putins Berater?

Westliche Medien spekulierten laut "RBC" zuletzt, ob die Ukraine Journalisten Mitschnitte von Gesprächen zwischen Putins Berater Juri Uschakow und dem US-Gesandten Steve Witkoff zur Verfügung gestellt habe. 

Budanow äußerte sich dazu nicht weiter, bestätigte jedoch die generelle Fähigkeit der ukrainischen Geheimdienste zu derartigen Schritten. 

Witkoff hat Putin bereits mehrmals getroffen. (Archivbild)
Witkoff hat Putin bereits mehrmals getroffen. (Archivbild) Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Witkoff besuchte letzte Woche den Kreml

Witkoff hatte sich letzte Woche mit Putin im Kreml getroffen, um über ein Ende des Krieges in der Ukraine zu sprechen. Das mehrere Stunden dauernde Gespräch brachte jedoch keinen Durchbruch. 

Dennoch bescheinigte Trump Putin den Willen zu einer Friedenslösung. "Er will den Krieg beenden. Das war ihr Eindruck", sagte Trump am Mittwoch in Washington mit Blick auf die Schlussfolgerungen der beiden US-Gesandten. Der US-Präsident sprach von einem "sehr guten Treffen" zwischen Kushner, Witkoff und Putin in Moskau.

Kein Kompromiss gefunden

Aus dem Kreml hatte es zuvor geheißen, in den zentralen Territorialfragen sei "noch keine Kompromisslösung" gefunden worden. Russland zeigte sich jedoch zu weiteren Gesprächsrunden mit der US-Regierung bereit. Ein zentrales Thema des Treffens im Kreml war die Zukunft der von Russland besetzten Gebiete der Ukraine, die etwa 19 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets ausmachen.