Nach dem deutlichen 5:0-Erfolg gegen Stuttgart stehen bei Bayern München nicht nur die vier Tore im Fokus, sondern auch das Duell der beiden möglichen Neuer-Nachfolger.
München – Nach dem 5:0-Sieg des FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart am Samstag stand nicht nur das deutliche Ergebnis im Fokus, sondern auch das Duell der beiden Torhüter Jonas Urbig und Alexander Nübel – beide potenzielle Nachfolger von Manuel Neuer. Bayerns Sportvorstand Max Eberl äußerte sich nach der Partie ausführlich zur Torhütersituation und gab Einblicke in die Planungen der Münchner.
Obwohl Nübel beim dritten Gegentor durch Josip Stanisic in der 78. Minute einen gravierenden Fehler machte und insgesamt einen schwachen Tag erwischte, verteidigte Eberl seinen Leihspieler: „Alex ist ein herausragender Torwart. Er hat beim VfB sehr, sehr gute Leistungen gebracht“. Der Sportvorstand betonte weiter: „Jetzt war es heute so, dass das ein oder andere nicht so funktioniert hat, aber trotzdem bleibt er ein herausragender Torhüter“.
Keine schnelle Torwart-Entscheidung bei Bayern
Zur künftigen Planung erklärte Eberl: „Wir werden uns das ganz in Ruhe anschauen. Wir haben eine tolle Ausgangslage. Wir haben mit Manu einen herausragenden Torwart in unseren Reihen. Wir haben mit Jonas einen Keeper, der immer, wenn er auf dem Platz steht, seine Leistungen bringt. Alex Nübel gehört auch noch dem FC Bayern, ein Torwart, der definitiv sehr, sehr gute Qualität besitzt“. Eine schnelle Entscheidung werde es nicht geben: „Es ist keine Entscheidung für die nächsten Wochen oder Monaten. Sondern es wird schon etwas Zeit benötigen“.
Zum regelmäßigen Kontakt mit Nübel sagte Eberl: „Jeder kennt die vertragliche Situation. Wir sind immer im Austausch, auch heute noch, mit seiner Agentur. Das sind ganz normale Gespräche und nichts Entscheidendes. Sondern nur, was ist Stand der Dinge, wie sieht es aus“. Eine Entscheidung ist also noch nicht getroffen. Auch wenn ein Nübel-Verbleib in Stuttgart am wahrscheinlichsten scheint.
Urbig, der gegen Stuttgart zu null spielte und eine starke Leistung zeigte, erhielt von Eberl zusätzliches Lob. Der junge Keeper habe „keinen Fehler“ gemacht und überzeugte mit seiner Ruhe, Souveränität und langen Bällen. Besonders bemerkenswert war Neuers Verhalten bei der Entscheidung, Urbig spielen zu lassen. Eberl berichtete: „Wir haben gesagt, dass wir Jonas zum Spielen bringen wollen. Und Manu hat da sofort grünes Licht gegeben und gesagt: Ja klar, kein Problem. Das ist genau die offene, transparente Kommunikation, die wir im Kader haben“. (tb)