Ein Mobilfunkmast nordöstlich von Ascholding wird um ein Viertel höher als geplant. Die Räte votierten dennoch einstimmig dafür.
Dietramszell – Eigentlich sollte die Baugenehmigung nur eine Formalie sein. Denn den Standort für einen neuen Mobilfunkmast im Wald nordöstlich von Ascholding hatte die Gemeinde dem Betreiber selbst vorgeschlagen. Vorangegangen war eine Vergleichsanalyse eines Funktechnikbüros, das eine gute Netzabdeckung bei gleichzeitig möglichst geringer Strahlenbelastung für die Bevölkerung nachwies. Auch die Anwohner zeigten sich auf einer Infoveranstaltung weitgehend einverstanden mit der Standortwahl.
Aktuelle Nachrichten aus Dietramszell lesen Sie hier.
Dennoch sorgte der eingereichte Bauantrag für Unmut im Bauausschuss. Der Grund: Mit über 50 Metern ist der geplante Mast um ein Viertel höher als ursprünglich geplant. „Warum?“, wollte unter anderem Xaver Huber wissen – eine Frage, die Bürgermeister Josef Hauser nicht definitiv beantworten konnte. Auch die Sorge, ob man bei weiteren geplanten Masten ebenfalls mit einer Erhöhung rechnen müsse, konnte er nicht ausräumen. Nach kurzer Diskussion erteilten die Räte dennoch einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.
Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Ingenieur Hans Ulrich, warum er bei seinen Berechnungen von einer Höhe von 40 Metern ausgegangen war: „Das ist die Mindesthöhe, damit es funktechnisch funktioniert. Wenn weitere Netzbetreiber dazukommen, müssen die Antennen übereinander angeordnet werden.“ Da kein Baum in den Ausbreitungsbereich der Funkwellen ragen darf, werde die Masthöhe notgedrungen größer. Die Strahlenbelastung verändere sich damit nicht, die Netzversorgung werde geringfügig besser.
(Unser Wolfratshausen-Geretsried-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus Ihrer Region. Melden Sie sich hier an.)
Da er die Daten der Betreiber generell in der Frühphase der Planung erhalte, könne er nicht ausschließen, dass auch weitere Masten höher werden, als ursprünglich angenommen. „Grundsätzlich kommt das aber sehr selten vor. Die Betreiber haben ein starkes wirtschaftliches Interesse, möglichst niedrig zu bauen, weil mit zunehmender Höhe die Baukosten exponentiell steigen.“