Die Duelle mit den Mitaufsteigern haben für die Freisinger Volleyballer vorentscheidenden Charakter. Es geht um den Klassenerhalt.
Freising – In den letzten beiden Spielen vor der Weihnachtspause könnte eine erste Vorentscheidung fallen, ob die Volleyballer des SC Freising die Regionalliga Süd-Ost halten können. Sie müssen gegen die beiden Mitaufsteiger antreten. Am Sonntagnachmittag gastieren sie beim TSV Zirndorf II. Eine Woche später kommt der ASV Dachau III nach Freising.
Auch wenn die Domstädter in bislang sieben Partien nur einen Sieg feiern konnten und somit auch erst fünf Punkte auf dem Konto haben, wirkt SCF-Coach Alex Oestmann immer noch entspannt und zuversichtlich. Der Saisonstart war alles andere als überzeugend. „Aber unsere Mannschaft hat sich in den letzten drei Spielen deutlich gesteigert und sich an das Niveau der Regionalliga herangetastet“, ist Oestmann überzeugt vom Potenzial.
Gut drauf, aber die Gegner waren einfach zu stark
Dass nach dem ersten Saisonsieg gegen Amberg vor drei Wochen nicht zwei weitere folgten, lag ganz einfach daran, dass die Freisinger mit Herrsching II (2:3) und Schwabing (1:3) auf die beiden derzeit dominierenden Teams der Liga trafen. Oestmanns Optimismus beruht auch darauf, dass seine Schützlinge den Meisterschaftsaspiranten über weite Strecken Paroli bieten konnten. Für das Selbstwertgefühl waren die Auftritte in den beiden Partien also sicherlich dienlich. Aber ein mageres Pünktchen hilft freilich für den Klassenerhalt nicht weiter.
Mit Mitaufsteiger Zirndorf II wartet nun auf die Domstädter ein Gegner, der bei weitem nicht das Leistungspotenzial abrufen kann wie Herrsching II oder Schwabing. Heidi Weilnhammer, Mutter von SCF-Zuspieler Lukas, selber erfahrene Trainerin, hat die Zirndorfer bei ihrem ersten Saisonsieg gegen den TSV Mühldorf II gescoutet. Fazit: Die Mittelfranken verdankten ihren knappen 3:2-Sieg den vielen Fehlern der Mühldorfer, die einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten.
Coach: Leistungskurve soll weiter nach oben zeigen
Für Coach Oestmann bedeutet das aber noch lange nicht, dass seine Mannschaft locker und entspannt in diese vorentscheidende Partie gehen darf. Ganz im Gegenteil. Oestmann hofft, dass die Leistungskurve seiner Spieler in Zirndorf weiter nach oben zeigt.
Im Block und vor allem in der Feldabwehr konnten die Freisinger Männer zuletzt deutlich zulegen. Das lag wohl auch da㈠ran, dass Oestmann die Defensivtaktik nachjustiert hatte. Von der stabilen Defensive profitierte folgerichtig auch der Angriff. Wenn die Freisinger in Zirndorf halbwegs an die Leistung aus dem Schwabing-Spiel anknüpfen können, sollte der zweite Sieg auf jeden Fall machbar sein.
Oestmann steht zwar krankheitsbedingt nicht der komplette Kader zur Verfügung. Es werden aber zehn Spieler in Zirndorf antreten – „und damit kann ich auf alle Fälle taktische Auswechslungen vornehmen“.