Ecuador, die Elfenbeinküste, Curaçao – es ist durchaus legitim, bei den deutschen Gegnern in der WM-Vorrunde von Losglück zu sprechen. Zumal 2026 erstmals auch die acht besten Gruppendritten weiterziehen. Oder andersherum ausgedrückt: Nur 16 von 48 Teilnehmern werden die K.o-Runde nicht erreichen.
„Es ist ein bisschen schade, dass diese berühmt-berüchtigten Todesgruppen ein bisschen eliminiert werden“, sagte MagentaTV-Experte Mats Hummels. „Logischerweise verwässert es die Gruppenphase etwas, weil es für Topnationen fast unmöglich ist auszuscheiden. Früher hat dafür schon ein schlechtes Spiel gereicht.“
Bundestrainer Julian Nagelsmann betonte, „nicht den zweiten Schritt vor dem ersten“ gehen zu wollen. „Aber ich glaube, es ist auch ganz normal, dass man überlegt, wer in den nächsten Runden auf einen treffen könnte und wen man schlagen muss, um weit zu kommen.“
Deutscher Weg zum WM-Titel: Frankreich, Niederlande, Spanien, Argentinien oder England?
Und an diesem Punkt wird es spannend – denn der weitere Turnierweg skizziert sich kompliziert. Nehmen wir für unser Modell an, dass Deutschland seine Gruppe E gewinnt.
- Im Sechzehntelfinale würde dann ein Dritter der Gruppen A, B, C, D oder F warten.
- Danach, im Achtelfinale, stünde der Sieger der Gruppe I an. Also potenziell Frankreich oder Norwegen.
- Im Viertelfinale wäre der Sieger von Gruppe F an der Reihe, hier gilt die Niederlande favorisiert.
- Nach diesem Schema würde sich im Halbfinale vermutlich ein alter (unliebsamer) Bekannter in den Weg stellen: Spanien. Die deutsche Nemesis.
- Auf den amtierenden Weltmeister Argentinien und England könnte Nagelsmanns Nationalelf (wenn sowohl Deutschland als auch Argentinien und England ihre Gruppen gewinnen) erst im Finale treffen.
So oder so: Der Weg zum WM-Titel wird lang und weit.