Die potenziellen Betreiber eines Krematoriums in Penzberg gehen auf die Forderung der Anwohner-Initiative nach einem Mindestabstand von 500 Metern zur Wohnbebauung ein. Der Standort in Friedhofsnähe wäre damit obsolet. Die Initiative zeigt sich zufrieden.
Penzberg - Bei der Infoveranstaltung am Donnerstagabend in der Penzberger Stadthalle gaben die potenziellen Krematorium-Betreiber Felix Leipold und Bruno Eckenreiter bekannt, dass sie auf die Forderung der Anwohner-Initiative nach einem Mindestabstand von 500 Metern zur Wohnbebauung eingehen wollen und nun auf einen Standort im Gewerbegebiet Nonnenwald setzen. Stefan Kirner von der Initiative, die bereits zuvor von der Wende unterrichtet worden war, zeigte sich zufrieden. Er erklärte, dass die Initiative damit ihre Aufgabe erledigt habe. Zugleich warnte er, sollte es einen Rückzieher geben, liege das Bürgerbegehren schon in der Schublade.
Die Anwohner hatten, wie berichtet, in der Bürgerversammlung die Mehrheit für einen Antrag erhalten, wonach der Penzberger Stadtrat innerhalb von drei Monaten über ihre Forderung entscheiden muss, dass ein Krematorium einen 500-Meter-Mindestabend zu Schulen, Kindereinrichtungen, Sportanlagen und Wohnbebauung einhalten muss.
Der Penzberger Stadtrat wird am kommenden Dienstag noch einmal über die Krematorium-Pläne sprechen, diesmal unter den veränderten Vorzeichen. Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) kündigte an, dass es dort zum einen um die 500-Meter-Forderung gehen wird. Zum anderen wird man den potenziellen Betreibern keine Fläche im Gewerbegebiet anbieten können. Eine Möglichkeit ist ihm zufolge aber, dass man sie auf die Interessentenliste setzt. Wird eine Gewerbefläche frei oder neu ausgewiesen, können sich die potenziellen Betreiber wie die anderen Interessenten bewerben. Was bedeutet, dass es wohl Jahre dauert, bis die potenziellen Betreiber eine Chance haben.
In der Bürgerinfo-Veranstaltung stellten die potenziellen Betreiber (ihre Firma ist noch nicht gegründet) ihre Pläne vor. Dort wurde aber auch grundsätzliche Kritik geäußert. Zu Wort meldeten sich einige Kandidaten für die Kommunalwahl 2026 und sogar ein anderer Krematorium-Betreiber.