Christbaum-Diebstähle in Dießen sorgen für Ärger – 500 Euro Belohnung

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Der Baum vor der „Ammersee Liebe“ in der Dießener Mühlstraße steht noch. Jan Dicks befürchtet, dass auch er von Langfingern geklaut wird. © Roettig

In der Marktgemeinde Dießen wurden in den letzten Tagen mehrere geschmückte Christbäume vor Geschäften gestohlen. Ein örtlicher Boutique-Inhaber hat daraufhin eine Belohnung von 500 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt.

Dießen – Dass man Maibäume klaut und gegen „Lösegeld“ in Form von Bier & Brotzeit wieder rausrückt, gehört in Bayern zur Tradition. Was aber gar nicht geht, ist der Diebstahl von geschmückten und leuchtenden Christbäumen vor Ladengeschäften. Wer unter so einem gestohlenen Baum sorglos Weihnachten feiert, scheint wohl das 7. Gebot nicht zu kennen.

In der Marktgemeinde Dießen gehen aktuell Christbaum-Diebe um. Zu verlockend sind nächtens die Bäume vor vielen weihnachtlich dekorierten Läden im Zentrum. Jan Dicks, Inhaber der Mode- und Geschenke-Boutique „LA 13“ in der Prinz-Ludwig-Straße, vermisste nach dem letzten Wochenende seinen Baum mitsamt Ständer, Schmuck und Lichterkette. Er war so erzürnt, dass er über die sozialen Medien spontan eine Belohnung von 500 Euro für „sachdienliche Hinweise“ aussetzte, wie es im Polizeideutsch heißt. Vor Dicks zweiten Geschäft „Ammersee Liebe“ in der Mühlstraße steht der Baum „noch“, wie er sagt. Dicks, auch Vorsitzender des Gewerbeverbandes, empfiehlt seinen Kollegen eine erhöhte Aufmerksamkeit. Und er hofft, dass die Dießener Polizei nachts öfter da Streife fährt, wo es weihnachtlich leuchtet.

Das gleiche Malheur passierte Claudia Betz-Haubold, Vorsitzende der Dießener Tafel. In der Nacht vor der Lebensmittelausgabe am Mittwoch verschwand der Baum auf der Rückseite des „Blauen Hauses“ auf Nimmerwiedersehen. „Es gab wohl noch ein paar Spuren des auf der Flucht verlorenen Baumschmucks“, so die Tafel-Chefin und ergänzte „Wir sind fassungslos und traurig. Wer macht denn sowas?“

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