Silvester-Lawinenunglück in Kitzbühel: Schneemassen verschütten Wintersportler
In Tirol verschüttet eine Lawine trotz niedriger Warnstufe zwei Sportler. Eine dritte Person alarmiert die Rettungskräfte, die daraufhin mit zwei Hubschraubern ausrücken.
Kitzbühel – Am Silvester-Mittag ereignete sich im österreichischen Kitzbühel ein Lawinenunglück. Im Waldgebiet unterhalb der Hausbergkante der Streif-Abfahrt wurden zwei Wintersportler von einer Lawine teilverschüttet, wie krone.at zunächst berichtete. Die Leitstelle Tirol bestätigte den Vorfall um 13:39 Uhr.
Ersten Informationen zufolge befanden sich drei Personen als Gruppe in dem betroffenen Waldbereich. Während zwei Wintersportler von den Schneemassen erfasst und teilverschüttet wurden, blieb die dritte Person unverletzt und alarmierte die Rettungskräfte. Die Bergrettung Kitzbühel rückte mit zwei Hubschraubern aus.
Nach Lawinenunglück in Tirol – alle drei Wintersportler gerettet
Die Rettungsaktion verlief erfolgreich: Die beiden teilverschütteten Personen konnten befreit werden. Sowohl die beiden Verschütteten als auch die dritte Person der Gruppe erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen. Alle drei Personen wurden anschließend medizinisch versorgt.
Nach Angaben des Lawinenwarndienstes für Tirol herrschten zum Zeitpunkt des Unglücks in der Region Kitzbühel günstige Schneebedingungen mit der niedrigsten Lawinenwarnstufe 1. Der letzte Schneefall war am Heiligabend verzeichnet worden, die Pistenqualität wurde als „griffig“ beschrieben. Trotz der als „gering“ eingestuften Lawinengefahr wiesen die Behörden darauf hin, dass lokale Gefahrenstellen durch Triebschnee entstehen können, was möglicherweise zur Auslösung der Lawine im Waldbereich beigetragen haben könnte. Immer wieder kommt es in der Regionen zu Lawinen-Abgängen.
Die Hausbergkante ist eine der technisch schwierigsten Passagen der Rennstrecke. Der Bereich ist für sein extremes Gefälle bekannt und Teil der jährlichen Hahnenkamm-Rennen. Die Streif gilt mit 3.312 Metern Länge, 860 Metern Höhenunterschied und einem Höchstgefälle von 85 Prozent als eine der anspruchsvollsten Abfahrtsstrecken der Welt. Quellen: krone.at, bergfex.at (bk)