Dramatischer Unfall in Tirol: Ein Pkw mit vier Insassen aus dem Landkreis Hof kam von der Straße ab und stürzte in die Tiefe. Eine Frau musste mit dem Hubschrauber gerettet werden.
Rohrberg/Zell am Ziller – Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Silvestervormittag (31. Dezember) in Rohrberg bei Zell am Ziller eine vierköpfige Familie aus Oberfranken schwer verletzt. Ein BMW SUV stürzte rund 100 Meter über steiles Gelände ab und kam in einem Bachbett auf dem Dach liegend zum Stillstand.
Pkw kommt in Linkskurve von Fahrbahn ab – 100 Meter Absturz
Gegen 10.40 Uhr lenkte ein 53-jähriger Deutscher einen Pkw in Rohrberg auf einer Gemeindestraße bergwärts, teilt die Polizei Zell am Ziller mit. Dabei geriet er aus unbekanntem Grund mit seinem Fahrzeug in einer Linkskurve über den Fahrbahnrand hinaus. In der Folge stürzte der Pkw etwa 100 Meter über steiles Gelände, bis das Fahrzeug auf dem Dach in einem Bachbett liegen blieb.
Nach ersten Informationen vom Einsatzort handelt es sich bei dem Unfallort um den Haslachbach. Das Fahrzeug trug ein Kennzeichen aus Rehau im Landkreis Hof. Eine Zeugin setzte laut Polizei Zell am Ziller einen Notruf ab.
Insassen können sich selbst befreien – Frau mit Hubschrauber gerettet
Die Insassen konnten den Pkw selbständig verlassen, wie die Polizei Zell am Ziller mitteilt. Bei den vier Insassen handelte es sich nach ersten Informationen vom Einsatzort um einen Vater, seine beiden Söhne sowie die Freundin eines Sohnes. Sie sollen Teil einer größeren Reisegruppe aus dem Landkreis Hof gewesen sein.
Eine 24-jährige Frau wurde mit vermutlich schweren Verletzungen vom Rettungshubschrauber in das Bezirkskrankenhaus Schwaz geflogen, so die Polizei Zell am Ziller. Nach der Erstversorgung wurden drei Männer – zwei weitere Fahrzeuginsassen im Alter von 19 und 24 Jahren sowie der 53-Jährige – mit dem Rettungsdienst ebenfalls in das Bezirkskrankenhaus Schwaz gebracht. Sie erlitten Verletzungen unbestimmten Grades.
Totalschaden am Fahrzeug – Einsatz dauerte zweieinhalb Stunden
Am Pkw entstand Totalschaden, das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Nach ersten Informationen vom Einsatzort konnte der Einsatz nach rund zweieinhalb Stunden beendet werden.
Im Einsatz waren laut Polizei Zell am Ziller die Rettung, ein Rettungshubschrauber, die Feuerwehr Zell am Ziller und die Polizei. Nach ersten Informationen vom Einsatzort waren drei Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Zell am Ziller, zwei Rettungswagen, ein Einsatzleiter des Rettungsdienstes, der Notarzthubschrauber Heli 4, zwei Polizeistreifen sowie ein Abschleppdienst vor Ort. Die Unfallursache ist derzeit noch unklar und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.