Berliner Möbelhaus schließt nach 117 Jahren – Chef erklärt die Gründe

Der Ausverkauf bei Möbel Hübner läuft und lockt zahlreiche Kunden an. Es gibt 30 Prozent auf alle Artikel, bis Ende März sollen alle Waren im Wert von insgesamt 12 Millionen Euro verkauft werden. „Allein am Sonnabend haben wir mehr Umsatz an einem Tag gemacht, als im Monat November", sagte Geschäftsführer Albert Türklitz der "Bild".

Möbel Hübner muss schließen: "Zukunft spricht gegen ein Haus wie unseres"

Seit Corona habe es das Möbelhaus schwer, erklärte Türklitz. Der Online-Handel werde immer stärker werden und angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage würden die Kunden eher abwarten und den Möbelkauf aufschieben. „Die Zukunft spricht gegen ein Haus wie unseres", bilanziert der Hübner-Chef.

Außerdem seien die Energiekosten gestiegen, während der Umsatz gering bleibt. Dazu seien fähige Verkäufer in Rente gegangen, der Nachwuchs sei aber rar: "Handel ist als Arbeitsplatz nicht beliebt."

Die Mitarbeiter des Traditionshauses haben eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 19 Jahren und erhalten Abfindungen in Millionenhöhe. „Es ist keine Insolvenz, wir schließen vorausschauend", stellt Türklitz klar.