Um als Bürgermeisterkandidat durchstarten zu können, hat Korbinian Herzinger die Gruppe Parteifreie Wiesseer gegründet. Die Nominierung ist bereits erfolgt. Jetzt benötigt Herzinger noch 120 Unterschriften.
Bad Wiessee – Korbinian Herzinger will Bürgermeister in Bad Wiessee werden. Um das Vorhaben ohne Unterstützung einer etablierten Partei oder Gruppierung in die Tat umzusetzen, hat der 44-Jährige einige Mitstreiter um sich geschart und eine eigene Wählergruppe gegründet: die Parteifreien Wiesseer. Bei einer Aufstellungsversammlung im Gasthof Königslinde wurde Herzinger nun zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. Um tatsächlich bei der Kommunalwahl 2026 antreten zu können, benötigt er allerdings noch 120 Unterstützerunterschriften. Die Liste dafür liegt ab sofort und bis 19. Januar im Einwohnermeldeamt des Rathauses auf.
„Wir sind kein Projekt für wenige, wir sind die Stimme für viele“, formuliert Herzinger seine Botschaft für die bevorstehenden Wahlen. Bislang saß der Landwirtschaftsmeister und Kommandant der örtlichen Feuerwehr als Parteifreier für die CSU-Fraktion im Wiesseer Gemeinderat. Nun will er seine eigenen Wege gehen, kurzfristig hatte er seine Ambitionen auf das Bürgermeisteramt bekannt gegeben. Damit könnte Amtsinhaber Robert Kühn (SPD) neben dem CSU-Kandidaten Peter Bayerschmidt einen weiteren Herausforderer bekommen.
Laut einer Pressemitteilung schilderte Herzinger bei der Versammlung, wie wichtig es ihm sei, Familien, Vereine und die Jugend stärker in kommunale Entscheidungen einzubinden und frischen Wind in die Rathausarbeit zu bringen. „Bad Wiessee ist unser Zuhause – hier leben, arbeiten und feiern wir gemeinsam. Jetzt gestalten wir auch gemeinsam unsere politische Zukunft“, wird Herzinger in der Mitteilung zitiert.
Neben Herzinger stellen sich noch zwei weitere Mitstreiter der Parteifreien Wiesseer als Gemeinderatskandidaten zur Wahl: Auf der Liste stehen zudem Enrico Wetzig (50, Bauleiter) und Falk Friedrich (50, Werkstattmeister). „Alle drei Bewerber der neuen Wählergruppe stehen für eine Politik der Bürgernähe, Verantwortung und Tatkraft“, heißt es in der Pressemitteilung. Wetzigs besonderes Engagement gelte einer nachhaltigen Ortsentwicklung sowie mehr Transparenz und der Stärkung des Ehrenamts in Bad Wiessee. Friedrichs Interesse liege darin, „Bad Wiessee attraktiver für junge Menschen und Familien zu gestalten“.
Bei der Versammlung, an der rund 20 Interessierte teilnahmen, sei ein reger Austausch zwischen den Bürgern und dem Team der Parteifreien Wiesseer geführt worden. „Wir spüren, dass viele Wiesseerinnen und Wiesseer mehr Mitgestaltung wagen wollen, dass sie gehört werden möchten und dass sie für Bad Wiessee eine positive, gemeinsame Zukunft suchen“, erklärte Herzinger zum Abschluss.
gab