Anke Müller-Schmidt bleibt verschwunden: Polizei wertet Handy aus

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Mit solchen Plakaten wird im und am Bahnhof Nord in Starnberg nach Anke Müller-Schmidt gesucht. © ps

Von der seit 19. Dezember vermissten Starnbergerin Anke Müller-Schmidt fehlt weiter jede Spur. In der Zwischenzeit hat die Polizei ein zweites Waldstück nach der 57-Jährigen abgesucht. Rund um den Bahnhof Nord in Starnberg hängen derweil Suchplakate.

Starnberg - Wo steckt Anke Müller-Schmidt? Diese Fragen stellen sich seit Freitag, 19. Dezember, vor allem ihre Angehörigen, aber auch Freunde und Arbeitskollegen der 57-Jährigen. An jenem Tag wurde die Starnbergerin zum bislang letzten Mal gesehen, morgens um 6.30 Uhr von ihrem Sohn in ihrer Wohnung. Danach verliert sich die Spur. An ihrem Arbeitsplatz, dem Mehr-Generationen-Campus des Bayerischen Roten Kreuzes in Gauting, erschien die Altenpflegerin seitdem nicht mehr. Ihr Handy ließ sie in der Wohnung zurück. Mit einem Fahrzeug war sie zumindest am 19. Dezember nach Angaben der Polizei nicht unterwegs.

„Wir versuchen, allen Hinweisen nachzugehen“, sagt der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Starnberg, Frank Brosch, auf Nachfrage des Starnberger Merkur. „Aber wir haben aktuell keine Erkenntnisse zum Aufenthaltsort.“ Wie berichtet, hatten mehrere Hundestaffeln, unter anderem von der DLRG Pöcking-Starnberg, am 23. Dezember ein etwa 40 Hektar großes Gebiet rund um den Golfplatz Gut Rieden abgesucht – ohne Ergebnis. Eine Anruferin hatte zuvor angegeben, die Vermisste dort am 19. Dezember beim Spazierengehen gesehen zu haben.

Ein weiterer Hinweis sei auf ein Waldstück zwischen Planegg und Neuried eingegangen, berichtet Brosch. Auch dort soll die Frau gesehen worden sein. Den betreffenden Bereich seien Kollegen der Polizeiinspektion Planegg ebenfalls am 23. Dezember mit einer Drohne abgeflogen, sagt Brosch. Allerdings hätten sich auch dort keine Hinweise auf die Vermisste ergeben. Anke Müller-Schmidt ist auch über die Weihnachtsfeiertage wie vom Erdboden verschluckt geblieben. Rund um den Bahnhof Nord in Starnberg, an Zugangstüren und Bushaltestellen, hängen mittlerweile Suchplakate mit dem von der Polizei veröffentlichten Foto der Vermissten und der Bitte, sich mit Hinweisen an die Starnberger Polizei zu wenden. In Sozialen Medien wurde die Vermisstenmeldung bundesweit verbreitet.

Polizei: „Ein Unglücksfall kann nicht ausgeschlossen werden“

Wo hält sich Anke Müller-Schmidt auf? Ist ihr möglicherweise etwas zugestoßen? „Ein Unglücksfall kann nicht ausgeschlossen werden“, hatte die Polizei bereits am 22. Dezember erklärt, als sie mit der Fahndung nach der Vermissten ungewöhnlich früh an die Öffentlichkeit gegangen war. „Wir greifen nach jedem Strohhalm“, sagt Frank Brosch. Erst am Montag seien Beamte noch mal in der Wohnung der 57-Jährigen gewesen, um nach Hinweisen zu suchen. Und das Handy werde genauer ausgewertet.

Eine im Internet erschienene Räuberpistole zu dem Fall kann die Polizei derweil nicht bestätigen. Auch wenn dort von „Ermittlerkreisen“ die Rede sei, sei an diesen Schilderungen nichts dran, betont Brosch. Es stimme noch nicht einmal die Behauptung, dass Anke Müller-Schmidt auf Bildern einer Überwachungskamera aus der Nachbarschaft in der geschilderten Form zu sehen sei. Ein Sohn der 57-Jährigen habe sich wegen dieses Textes am Montag bei der Polizei gemeldet und ebenfalls klargestellt, dass an den gemachten Behauptungen nichts dran sei.

So bleibt es bei den Fragen, die die Polizei bereits vor Weihnachten gestellt hat: „Wer hat die Vermisste seit dem 19.12.2025 gesehen? Wer kann Hinweise zum aktuellen Aufenthaltsort der Vermissten geben? Wer kann sonst sachdienliche Hinweise machen, welche zur Aufklärung des Vermisstenfalls führen könnten? Hinweise werden an die Polizei Starnberg unter der Telefonnummer (0 81 51) 36 40 oder jede andere Polizeidienststelle erbeten.“ Anke Müller-Schmidt ist etwa 1,70 Meter groß und schlank. Sie hat dunkelblondes, langes Haar. Über ihre Bekleidung war nichts bekannt.